Samstag, 16. April 2016

Jede Menge Viecher

Samstag, 16. April 2016. Von Airlie Beach (Whitsundays) nach Cape Hillsborough, 127 km. Heute sehen wir jede Menge interessanter Tiere.

Ein tierischer Tag, im wahrsten Sinne des Wortes, denn am Abend haben wir 215 Fotos gemacht, die meisten davon von den Viechern, die uns heute über den Weg laufen, kriechen oder fliegen. Um halbwegs gute Bilder von Tieren zu erhalten, muss man ja ziemlich viele Versuche machen und später aussieben und löschen. Nach dem ersten Durchgang sind aber immer noch 111 Bilder verblieben, nach zwei weiteren bin ich auf 77 runter, von denen am Ende wahrscheinlich ein Drittel oder die Hälfte im heutigen Posting landen.

Es beginnt schon am Morgen, wo wir – noch in Airlie Beach, auf dem Weg zum Samstagsmarkt an der Strandpromenade – versuchen, schwarze Kakadus (keine Ahnung, ob die wirklich so heißen) schön ins Bild zu kriegen. Die recht großen und wegen ihrer rot-gelben Schwanzfedern sehr fotogenen Papageien machen sich mit emsigem Eifer über die Früchte einer bestimmten Baumsorte her, wobei sie große Mengen kleiner Zweige abbrechen, die verstreut auf dem Boden herumliegen und das Gelände aussehen lassen wie nach einem heftigen Orkan. Die Vögel sind allerdings scheu. Wenn man sich ihnen bis auf etwa 7 Meter nähert, schwirren sie davon. Dafür lassen uns etwas später die Gelbhaubenkakadus ganz nah ran.

Um Neun sitzen wir im Auto und sind etwa anderthalb Stunden danach am Cape Hillsborough, dessen Besuch uns Maggie und Heinrich ans Herz gelegt hatten. Danke für den Tip, denn ohne diesen Rat wären wir an diesem tollen Stück Australien glatt vorbei gefahren. Am Ende dieser Landzunge gibt es einige schöne Wanderwege und sogar einen Campingplatz mit Cabins, was wir gar nicht auf dem Schirm hatten, denn unser eigentliches Ziel für heute wäre Mackay gewesen. Schon beim Parken des Autos sehen wir das erste Känguruh.

Nach einem sehr frühen Sandwich-Lunch um 11 Uhr ziehen wir die Wanderschuhe an und machen uns auf den Weg. Ein Circuit-Trail mit vielen schönen Lookouts und ein paar hundert Höhenmetern. Das Wetter ist relativ sonnig heute, nur leider ist die Sicht nicht ganz so klar. Auf dem Track sehen wir dann schöne Schmetterlinge, eine Baumschlange (allerdings auf dem Boden, direkt vor uns am Weg), einen Waran und ein paar interessante Vögel. Weitere Känguruhs treffen wir später direkt vor unserer Cabin, denn wir entscheiden uns spontan, eine Nacht an diesem tollen Ort zu bleiben. Da wir die Wanderung bereits hinter uns haben, ist schon ab 15 Uhr Relaxen am schönen und großen Swimmingpool angesagt.

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Das erste Viech des Tages ist ein Mega-Heuschreck auf unserem Frühstückstisch des Balkons vor dem Motelzimmer

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Marktstände an der Strandpromenade von Airlie Beach

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Viel Arbeit: Bis der Sand-Drache fertig ist, dauert es etwa 8 Stunden

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Diese Vögel zerpflücken ganze Bäume (und richten am Boden einen gewaltigen Blättersalat an), um an ihre Lieblingsspeise zu kommen

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Wenn man ihnen zu nahe kommt, machen sie sich auf und davon. Und zwar so flott, dass man mit dem Auslösen meist zu spät dran ist

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Diesen Gelbhaubenkakadus macht es hingegen gar nichts aus, wenn man ihnen auf die Pelle rückt

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Ziemlich natürlich gestalteter, aber künstlicher, Pool in der Nähe des Ortskerns von Airlie Beach

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Teile des Pools sind sogar abgeschattet

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Begrüßungskomitee am Parkplatz von Cape Hillsborough

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Unsere Rundwanderung am Cape Hillsborough führt uns zunächst am Strand entlang und auf die Wedge-Island, bevor der Track in die Höhe geht

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Fast wären wir draufgetreten. Eine Tafel am schwarzen Brett des Campingplatzbüros erklärt uns später, dass es sich dabei um eine Common Tree Snake handelt. Offensichtlich hält die sich nicht nur in Bäumen auf. Giftig, aber wohl nicht tödlich für Menschen, wenn die freundliche Lady aus dem Office recht hat. Diese hier dürfte etwas länger als ein Meter sein und ist ziemlich dünn.

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Die ersten Fotos mache ich aus einem Meter Abstand und taste mich dann langsam vor, bis ich schließlich feststelle, dass man bis auf 3 cm rangehen kann, ohne dass die Blue Tigers, wie sie heißen, reißaus nehmen. Diese Bilder werden dann später gelöscht

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Vom Turtle Lookout sieht man 100 oder 200 Meter unter sich mindestens 5 Meeresschildkröten gleichzeitig an der Oberfläche, was uns vermuten lässt, dass im gleichen Strandabschnitt wahrscheinlich 95 weitere gleichzeitig unter Wasser unterwegs sind.

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Blick auf Wedge Island, zu der wir eine Stunde zuvor über ziemlich gerölliges Gelände hinübergelaufen waren

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Ein ziemlicher Brocken. Wenn ich sage, dass es sich um eine Echse handelt, wird das ja nicht so falsch sein, allerdings auch nicht sehr spezifisch. Mal sehen, vielleicht können wir das morgen ja noch rauskriegen.

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Insgesamt wird das Tierchen wohl fast 2 m lang sein

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Wir beziehen Villa Nr. 24. Direkt daneben (zu sehen zwischen Baum und blauer Cabin) haben es sich zwei Kängurus gemütlich gemacht, …

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… was wohl häufiger vorzukommen scheint in dieser Gegend. Warum sonst sollte es seinen Niederschlag auf der Hausnummerntafel finden?

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Weil Christine sich vor diesen Krallen fürchtet, …

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… muss ich ran für das obligatorische Streichel-Foto

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Da hat mich doch was gebissen?

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Nicht alle Beuteltiere sind so träge, wie die vor unserer Haustür

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Müssen wir noch rauskriegen, wie diese Sorte Vogel heißt

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Erfrischendes Bad im Swimming Pool des Campingplatzes, den wir ganz für uns allein haben.

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Von Airlie Beach nach Cape Hillsborough, 127 km

Kommentare:

  1. Der Jägerliest, besser bekannt unter dem Namen Lachender Hans, ist ein Vogel aus der Familie der Eisvögel. In Australien wird er Kookaburra genannt.
    Lg
    Alfred aus Gmunden

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  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Arguswaran
    Die Echse dürfte ein Arguswaran sein.
    Lg Alfred aus Gmunden

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