Sonntag, 19. Juni 2016

Umzugsvorbereitungen

Donnerstag, 16. Juni 2016. Scarborough Marina. Die Umzugskartons werden angeliefert.

Um Halb acht ruft Maria von Pack and Send an, um mitzuteilen, dass sie etwas früher als vereinbart, nämlich bereits in 5 Minuten, vor dem Marinator stehen wird. Sie bringt uns die bestellten Umzugskartons. Die Pappe ist sperrig und steht uns unter Deck im Weg. Aber draußen können wir sie nicht lassen, denn es ist mit Schauern zu rechnen.

Nach dem Frühstück fangen wir dann an, die Dinge aus den Schränken auszusortieren, die mit nach Hause sollen. Ich beginne mit dem Werkzeug. Es bleibt eine ganze Menge an Bord, aber ich will doch einiges mitnehmen. Ist natürlich ziemlich schwer, dafür nicht so sperrig. Die 44 x 44 x 60 Kartons dürfen mit jeweils 25 kg beladen werden, d.h. die Dinge mit hohem Gewicht müssen auf mehrere Boxen verteilt werden. Wir kommen ganz zügig voran und stellen fest, dass wir mit dieser Aktion eigentlich zu früh beginnen. Hätte man sicher in zwei Tagen erledigen können. Nun, so wird es jetzt in den letzten Tagen an Bord halt etwas ungemütlich.

Am späteren Nachmittag machen Christine und ich noch einen Gang zum südlichen Ufer der Marina-Ausfahrt, wo wir am Hardstand der Werft entlang gehen und die Tamora auf der „Wiese“ stehen sehen. Auf dem Rückweg kommen wir am Morton Bay Boat Club vorbei und entscheiden uns spontan, hier unser Abendessen einzunehmen. Wir bekommen ein tolles Essen (Chicken Schnitzel für Christine, Red Thai Curry für mich) und können wegen der Windstille trotz nicht ganz warmer Temperaturen draußen auf der Terrasse sitzen.

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Nein, die Kartons sind zu sperrig, um sie heute schon im Boot herumstehen zu haben. Also wird auch der eine aufgebaute wieder auseinandergefaltet.

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Wir finden dann einen Platz, wo uns die Pappe am wenigsten stört …

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… und räumen einen Teil der Dinge, die später in die Kartons wandern sollen, schon mal ins Vorschiff. Die Stapel werden dann im Laufe des Tages immer höher.

 

Freitag, 17. Juni 2016. Scarborough Marina. Wanderung zur Redcliffe Jetty.

Wir lassen es ganz ruhig angehen heute. Weil wir nicht die sperrigen Kartons im Boot stehen haben wollen, bleiben die vorsortierten Sachen im Vorschiff noch auf den Polstern liegen. Wenn wir heute schon alles einpacken würden, könnten wir uns unter Deck kaum noch bewegen.

Außerdem ist für 1130 noch ein Behördenmensch aus New South Wales angekündigt, der extra zwei Stunden hierher fährt, um vor Ort ein paar Dinge zu checken, damit das Boot im südlich von Queensland gelegenen Bundesstaat registriert werden kann. Was er dann prüft, ist fast lächerlich. Erstens will er den Kaufvertrag sehen, damit bewiesen ist, dass Alex der neue Eigentümer ist. Dann überprüft er die die Hull-Number (so etwas wie eine Fahrgestellnummer beim Auto) auf Übereinstimmung mit dem Kaufvertrag und schließlich misst er noch die Länge des Schiffs mit einem Maßband. Nach 5 Minuten dampft er wieder ab. Der Spaß kostet Alex dann 500 Dollar. Aber dafür hat er sich den Ärger und viel höhere Kosten einer Gas-Zertifizierung gespart, die in QLD fällig geworden wäre.

Anschließend wandern wir mit Regina wieder einmal zur Redcliffe Jetty, statten den Bee Gees einen Besuch ab, gehen in der rostigen Olive Mittagessen, genehmigen uns anschließend noch einen Cappuccino und marschieren dann zurück. An Bord wartet einiges an administrativen Dingen, die zu erledigen sind, so dass ich noch

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Wir singen mit den Bee Gees.

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Bei denen ist auch ein Traum wahr geworden, wie hier zu lesen ist.

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Lackierte Hundezehen

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Beim zweiten Bild kommt dann die Hundekosmetikerin angeschossen und verbietet das Fotogrofieren. Die Besitzer sähen die Persönlichkeitsrechte ihrer Köter beeinträchtigt, oder so ähnlich. Ich entschuldige mich überschwänglich und gelobe Besserung für den Rest meines Lebens.

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Auch andere übertreiben es etwas mit ihren geliebten Vierbeinern.

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Da gräbt doch einer den Strand um (auf der Suche nach Würmern für’s Angeln).

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Die Loris  lassen sich durch vermenschlichte Hunde und aufgespießte Würmer jedenfalls nicht irritieren, sondern singen fröhlich ihr Lied in diesem Pandanusbaum.

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Die “Topflappen” hängen immer noch an der Bank.

 

Samstag, 18. Juni 2016. Scarborough Marina. Die Umzugskartons werden gepackt

Heute ist Kartontag. Nachdem das meiste vorsortiert ist, müssen wir nur noch einpacken. Ein kleines Problem besteht darin, dass jeder Karton nur 25 kg wiegen darf. Die sind mit Werkzeug schnell mal erreicht, aber dann ist der Boden der Box gerade mal bedeckt. So viele leichte Sachen haben wir fast gar nicht, um die Kisten dann noch voll zu kriegen. So werden die meisten der Kartons ein bis zwei Kilo schwerer. Ich gehe aber nicht davon aus, dass das zu einem Problem wird, denn wenn der ganze Kram erst mal auf einer Palette steht, interessiert das niemanden mehr. Wir schaffen es dann sogar, die Boxen auf den Kojen im Vorschiff zwischenzulagern, wofür allerdings die Tür zur vorderen Kabine ausgehängt werden muss. Dann sind gerade noch 2 Millimeter auf jeder Seite Platz. Insofern können wir uns dann immer noch ganz komfortabel im Salon bewegen.

Am Ende kommen wir tatsächlich mit den ursprünglich geplanten 8 Kartons aus und behalten 6 von den 14 übrig, die wir sicherheitshalber bestellt hatten. Wir packen sogar einige Dinge ein, die ursprünglich gar nicht für den Transport geplant waren, wie z.B. die Nähmaschine. Aber warum sollen wir zu Hause eine neue kaufen, wenn wir sie mitnehmen können? Der Transport einer jeden Box kostet etwa 200 Euro. So lange man die Dinge noch brauchen kann und der Wert der eingepackten Sachen höher ist als die Transportkosten, lohnt es sich.

Mittags ist der größte Teil eingeräumt und die Packlisten geschrieben. Wir spazieren hinüber zum Sea, Salt and Vine und genehmigen uns statt Mittagessen Kaffee und Kuchen. Auf dem Rückweg schlendern wir noch kurz bei der Anico vorbei und packen dann den Rest ein. Um 16 Uhr sind wir fertig.

Am Abend gehen wir mit Regina und Michael zum Morton Bay Boat Club zum Dinner. Wir können sogar auf der Terrasse sitzen, weil eine Gasheizung neben unserem Tisch warme Luft produziert. Wir bestellen 4 mal das Red Thai Curry Chicken. Schmeckt wieder ausgezeichnet. Wir sind dann die letzten, die den Club verlassen und erst um 2245 wieder zu Hause.

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Wiegen der Kartons mit einer Kofferwaage, die ich auf Reisen immer dabei habe. In diese Boxen dürfen maximal 25 kg reingepackt werden, aber es werden immer um die 27 kg. Wir brauchen auch eine Box mit größerem Format wegen des Bildes, das mit soll. In diesen Karton dürfen wir 30 Kilo laden, aber auch damit kommen wir nicht aus.

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Passt so gerade durch den Rahmen. Die Tür musste allerdings ausgehängt werden, sonst wäre es sich nicht ausgegangen. Damit uns die Kartons nicht im Weg stehen, kommen sie auf die Kojen im Vorschiff.

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Letzte und größte Box

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