Samstag, 28. September 2013, Huahine, von Avea nach Fare, Stadtspaziergang, Polynesischer Abend im Hotel Lapita Village
Gerade, als wir den Anker aus dem Grund haben, fängt es an zu regnen, und das bleibt so den ganzen Vormittag. Seit langem packen wir mal wieder die Öljacken aus. Unter Motor fahren wir bis nach Fare, wo diesmal genug Platz zum Ankern vor der Stadt ist. Wir müssen noch eine ganze Weile warten, bis es aufhört zu regnen, aber dann brechen wir auf zu einem Ortsrundgang.
Christine ist schon wieder ganz kribbelig, weil sie glaubt, dass die Trommelklänge, die wir vernehmen, zu einem Festival gehören könnten und wir vielleicht etwas versäumen. Also gehen wir den Paukenschlägen nach und landen schließlich in einem Wohngebiet vor einer Art Garage, wo ein paar Jugendliche auf abenteuerliche Schlagzeuge einschlagen. Wir werden gleich herangewunken und sollen auch mal trommeln, was wir aber mangels Talent allesamt ablehnen.
Dann statten wir dem Lapita Village einen Besuch ab und erfahren, dass es im Restaurant heute zum Dinner einen Polynesischen Abend mit Musik und Tanzvorführung gibt. Ja, es ist gerade noch ein Tisch verfügbar. Also reservieren wir. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zur Stadtpier, wo gerade einige Fischerboote festmachen und ihren Fang anlanden. Es handelt sich um Schleppangelfischer, die kapitale Goldmakrelen, Wahoos und Thunfische anlanden. Der größte Yellow-Fin-Tuna wiegt 65 kg, ein ganz schöner Brocken.
Als wir wieder zum Schiff kommen, schwimmt plötzlich eine Mooringboje 10 Meter vor unserem Bug, die wir vorher nicht gesehen hatten. Verflixt, das gibt es doch gar nicht. Wenn sich da heute noch jemand dranhängt, liegt der auf uns drauf. Wir nehmen den Anker raus und lassen ihn 50 Meter weiter draußen wieder fallen. Bald darauf kommt ein Franzose im Dinghy bei uns längsseits und bedankt sich, dass wir umgeankert haben. Man habe ihm die Boje von seiner Mooringleine geschnitten, und nun sei er am Nachmittag getaucht und habe neue Schwimmer an die Leine gebunden. Das also ist die Erklärung: Es war tatsächlich keine Boje dort, als wir ankamen. Und der Franzose hängt sich kurz darauf mit seinem Kat an diese Mooring.
Um 19 Uhr sind wir dann rechtzeitig im Lapita Village und bekommen dort ein sehr gutes Essen (Königsmakrele, Schwertfisch und Gelbflossenthunfisch, den sie mir allerdings zu stark durchbraten) und eine schöne Dance-Show in sehr angenehmer Atmosphäre geboten.
Kleine Privatvorführung für uns: Drummer-Session in einer offenen Garage in Fare. Eines der Instrumente ist eine ausgediente Wäschetrommel
Die Bar im Lapita. Am Nachmittag reservieren wir Plätze für den Abend
Pool, Terrasse und Strand des Lapita Village
Perfektes Toilettendesign, …
… liebevoll mit Hibiscusblüten dekoriert, …
… während hier grünes Gras langen muss

Die werden mit ihrer Beute ja wohl ganz zufrieden sein

Die Yellow-Fin-Tunas sind ganz schön große Brocken …
… dieser hier wiegt 65 kg
Lapita Village von unserem Ankerplatz aus gesehen, angeschienen von der Abendsonne
Während wir heute morgen kaum eine halbe Meile weit sehen konnten, ist die Sicht am Abend grandios gut. Die Doppelzacken rechts im Bild sind die oberen 300 Meter von Bora Bora (die unteren 400 Meter sind hinter dem Horizont verborgen), immerhin 100 Kilometer entfernt.
Fahrwassertonne im Pass von Fare
Polynesischer Abend mit gutem Essen im Hotel Lapita Village
