Sonntag, 10. April 2016. Von Atherton über Mareeba (Coffee Works Besichtigung) und Kuranda (Barron Falls) nach Cairns. 113 km.
Auf dem Weg nach Norden passieren wir große Flächen, auf denen Kaffee angebaut wird. Was uns beim Vorbeifahren viel erscheint, ist im Weltmaßstab vollkommen unbedeutend. In einem Kaffeemuseum, das von einer der 12 Kaffeeplantagen (Coffee Works) der Gegend in Mareeba betrieben wird, erfahren wir bei einer ausführlichen Besichtigung etwas später, dass in Australien insgesamt 400 Tonnen Kaffee pro Jahr geerntet werden. Diese Menge haben wir allein in Österreich mit unserer stärksten Marke in vier Wochen verkauft. So klein die Volumen also sind, die hier geerntet und verkauft werden, so toll ist das Museum gemacht. Man zahlt 14 Dollar Eintritt und kann sich nicht nur die gesammelten Exponate an Grindern, Röstern und Kaffeemaschinen in einer unglaublichen Vielfalt anschauen, sondern auch mindestens 20 verschiedene Sorten Kaffee probieren, und zwar so viel und so lange, wie man möchte. Dazu gibt es ausgezeichnete Schokolade, die auch selbst hergestellt wird. Da ich den größten Teil meines beruflichen Lebens in einer Kaffee- und Schokoladenfirma gearbeitet und lange Zeit diese Produkte selbst verkauft habe, weiß ich, wovon ich rede, wenn es um die entsprechenden Qualitätsbeurteilungen geht. Wir trinken also große Mengen Kaffee und essen große Mengen Schokolade verschiedenster, übrigens hochinteressanter, Geschmacksrichtungen dazu. Kaffee- und Schokolikörs kann man für den Eintrittspreis ebenfalls unbegrenzt verkosten. Hier halten wir uns insofern zurück, als wir jede Sorte zumindest nur einmal probieren.
Nach zwei Stunden fahren wir weiter. Nächster Halt in Kuranda, einem netten Touristenort mit großem Angebot an Kunsthandwerk und sonstigen Dingen, die insbesondere Urlauber ansprechen. Hier in der der Nähe gibt es die Barron Falls, die wir anschließend besuchen.
Um 1630 fahren wir auf den Cairns Holiday Park, wo wir nur noch ein Zimmer bekommen, bei denen wir die Gemeinschafts-Sanitäranlagen und die Campground-Küche benutzen müssen, wenn wir mehr als Kaffee oder Tee kochen wollen. Dafür kostet die Bude auch nur die Hälfte dessen, was wir sonst so zahlen.
Nach dem Einräumen fahren wir 3 km bis ins Stadtzentrum und „flanieren“ auf der Promenade an der Marina entlang, gehen etwas essen, trinken noch einen Wein, sehen den Flughunden zu, die zu Hunderten ihre Hängeplätze in den Bäumen anfliegen und freuen uns am turbulenten Nachtleben der u.E. sehr attraktiven City von Cairns.
Coffee Works ist nicht nur ein Kaffeemuseum, sondern betreibt auch Kaffeeplantage und –verarbeitung; daneben wird allerlei Zeugs verkauft, dass in einer näheren oder weiteren Beziehung zu Kaffee steht. Außerdem betreibt man eine kleine, aber exquisite Schokoladenproduktion, deren Erzeugnisse ausgezeichnet sind und in der Confiserie zu extrem teuren Preisen angeboten werden.
Man bekommt einen kleinen Becher und kann sich durch sämtliche Kaffeesorten, einheimische, wie importierte (die hier geröstet und gemahlen werden) hindurchtrinken. Dazu gibt es Schokolade bis zum Abwinken
Ausgezeichnete Schokolade in tollen Geschmacksrichtungen, die gut zur Kaffeeverkostung passen
Auch durch die Likörs kann man sich durchtrinken. Zumindest eine Sorte erinnert sehr stark an Baileys. Auch die anderen schmecken klasse. In Anbetracht der Tatsache, dass es erst Mittagszeit ist und wir noch Auto fahren müssen, reicht es uns, jede Sorte nur einmal zu verkosten
Wie man sieht, genießen wir das Ganze
Das Kaffeemuseum ist unglaublich umfangreich und toll gemacht. Ein Audio-Device vermittelt interessante Details zu den einzelnen Exponaten. Hier im Bild sieht man einige der frühen Espressomaschinen
Rechts im Bild ein alter Probat-Röster. Diese deutsche Firma hat in späteren Jahren deutlich größere Maschinen für industrielle Röstprozesse hergestellt.
Zur Schokoladenbar zieht es uns jedenfalls mehrmals hin
Na denn: Prost Mahlzeit!
In Kuranda gibt es reichlich Klamottenläden und Kunsthandwerk-Shops. Soll es vielleicht ein neuer Hut sein? Oder ein neues Kleid? Es wird einiges probiert, aber das Richtige ist dann doch nicht dabei.
Hier hören wir nach langer Zeit einmal wieder Original-Didgeridoo Klänge. Insbesondere in Darwin und Townsville haben wir zwar viele Aboriginals gesehen, aber nie gesehen oder gehört, wie jemand auf diesem Instrument spielt
Die Barron Falls bei Kuranda. Aufwendig angelegte …
… Stege und Brücken führen zu den Besichtigungsplattformen.
Ein Auto auf Schienen sieht man auch nicht oft
Heute mal eine bescheidene Unterkunft
Am Abend in der City von Cairns
Hunderte von Flughunden bevölkern den Himmel. Es ist allerdings schon so dunkel, dass keine scharfen Aufnahmen gelingen
Heute fahren wir von Atherton über Mareeba und Kuranda nach Cairns, 113 km.
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