Donnerstag, 5. September 2013

Von Faaroa nach Uturoa

Mittwoch, 4. September 2013, Raiatea, von Faarao nach Uturoa Stadtpier

Pünktlich um Acht holt uns James („nein, nicht Bond“), wie versprochen, mit seinem Kajak ab. Er ist einer der wenigen Englisch sprechenden Einheimischen hier in der Bucht und nimmt wohl so etwas wie eine Fremdenführerfunktion wahr. Gestern Abend kam er zu uns gepaddelt und hat gefragt, ob wir an einer Führung den Flusslauf hinauf interessiert wären. Kostenlos, sagte er.

So sind wir dann also zu viert im Dinghy der Felice unterwegs, im Kielwasser von James’ Kajak. Zunächst halten wir an einer kleinen Farm an und kaufen Pampelpmusen, Bananen und eine pflaumenähnliche Frucht, dann geht es den Flusslauf hoch. Das Wasser ist trübe und flach, vielleicht einen halben Meter tief. Einen Kilometer fahren wir durch wilde Vegetation, bevor wir aussteigen und von unserem Guide durch einen großen botanischen Garten geführt werden. Sein Englisch ist leider nicht ganz so gut, wie er selbst glaubt, so dass wir nur die Hälfte verstehen (was aber nicht ganz so schlimm ist, denn merken kann man sich ohnehin nicht alles). James ist fast 2 Stunden mit uns unterwegs und möchte dafür tatsächlich kein Geld haben. Das Trinkgeld nimmt er nur zögerlich an.

Kurz nach Zehn sind wir wieder auf unseren Booten, um Viertel vor Elf werfen wir die Leinen von den Moorings los und fahren unter Maschine nach Uturoa, dem Hauptort von Raiatea, wo wir an der langen Mole des Stadthafens festmachen. Schöner Liegeplatz direkt im Orstzentrum, ohne Wasser und Strom, aber das brauchen wir eh nicht. Kostet offenbar auch nichts.

Am Nachmittag stocken wir unsere Getränke- und Lebensmittelbestände auf. So bequem bekommen wir es nicht wieder. Der Champion Supermarkt ist 200 m entfernt und wir fahren einfach mit dem Einkaufswagen bis vors Schiff. Am Abend gehen wir mit den Felices in der Pizzeria, die direkt am Hafen und am Kai liegt, essen. Auch mal schön, danach nicht ins Dinghy klettern zu müssen, sondern gemütlich nach Hause schlendern zu können. Dafür müssen wir heute Nacht unsere Türen schließen, denn unser Liegeplatz ist öffentlich zugänglich.

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Katze an der Strippe. Auf der kleinen Plantage, wo wir Pampelmusen und Bananen kaufen, sind Katzen und Schweine mit Leinen angebunden

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James vorneweg in seinem Kajak. Die Fahrt den Flusslauf hinauf ist wunderschön. Hin und wieder sehen wir einfache Behausungen am Ufer

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Diese Familie macht sich offenbar auf den Weg in die Stadt. Sieht nach großem Ausflug aus

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Mit langsamem Tempo geht es auf dem flachen Wasser “bergwärts”

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Blüten einiger Pflanzen, die wir im botanischen Garten gezeigt und in abenteuerlichem Englisch erklärt bekommen

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James “no Bond” in seinem Element

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Einzige Hotelanlage Raiateas auf dem Weg von Faaroa nach Uturoa

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Am Stadthafen von Uturoa. Das Ice Cream haben wir noch nicht getestet. Blick auf Tahaa

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Mit dem Taxiboot wird eine an Krücken gehende Frau gebracht und gleich von einem Krankenwagen abgeholt. Eine offenbar gut abgestimmte Aktion

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Gipsy IIII und Felice an der Stadtpier von Uturoa

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Mittwoch, 4. September 2013

Von NaoNao nach Faaroa

Dienstag, 3. September 2013, Raiatea, von NaoNao nach Baie Faaroa

Die African Affair macht sich nach dem Frühstück auf die Socken, d.h. geht ankerauf, um im Laufe des Tages den Weg nach Tahiti anzugehen. Wenig Wind heute, d.h. vor ihnen liegen wohl 20 Stunden Motorfahrt.

Felice und wir brechen um 11 Uhr auf und motoren auf die Ostseite der Insel, wo wir zunächst planen, in der Baie Opoa vor dem großen Marae zu ankern. Das fällt dann aber wegen zu großer Tiefen ins Wasser und wir fahren noch ein paar Meilen weiter in die 3 km tief ins Land einschneidende Bucht Faaroa, wo einige Mooringbojen ausliegen, an denen wir um halb Drei, nach 14 Seemeilen Tagestörn, festmachen. Auch heute haben wir wieder viel Sonne und blauen Himmel.

Hier in der Bucht haben wir seit 3 Tagen nun auch mal wieder Internet-Empfang und können emails lesen. Nun wissen wir, dass wir Ende September Besuch von einer jungen Dame auf der Gispy bekommen werden, auf die wir uns schon sehr freuen.

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Abschied von der African Affair, die heute Richtung Tahiti aufbrechen. Die beiden werden wir entweder im September oder sonst spätestens im April wiedersehen

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Motu im Osten Raiateas, dahinter Huahine

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Perlenfarm in der Lagune, dahinter ein Motu Raiateas, im Hintergrund Tahaa

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In der Bucht Opoa ankern wir nicht, weil die Wassertiefe zu groß ist, …

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… auch wenn wir hier an einer Pier hätten festmachen können. Aber das wollen wir auch nicht, insbesondere wegen des Risikos von zu vielen Moskitos

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Da ist wohl ein komplettes Haus abgesoffen

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Aus zwei mach eins! Nicht ganz, eigentlich. Ein Kardeel der Leine war durchschamfilt, deshalb habe ich die Leine durchgeschnitten und wieder aneinandergespleißt

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Abendtraining in der Baie Faaroa

Pizza auf Felice

Montag, 2. September 2013, Raiatea, vor NaoNao, Schnorcheln, Geräteträgerpflege, Pizza auf Felice Wir bleiben noch an diesem traumhaften Ankerplatz. Auch heute lässt sich keine andere Yacht sehen und wir haben diesen herrlichen spot ganz für uns alleine. Am Morgen gehen wir schnorcheln und Christine versucht, die kleinen Rifffische mit Ham aus der Dose, den wir schon seit Puerto Rico mit uns herumschleppen und nicht essen, anzufüttern. Aber das löst bei den Viechern keine Begeisterungsstürme aus. Ich mache mich wieder aufs Boot zurück und widme mich dem Geräteträger, der nach 4 Monaten nun mal wieder geputzt werden muss, weil sich nun doch wieder etwas Flugrost angesetzt hat. Ich halte mich an die nunmehr bewährte Methode: Salz und Fett mit Prilwasser abwaschen, abspritzen, abtrocknen, mit Ospho einpinseln, absprühen, trocknen, mit WD40 einnebeln. 2 Stunden! Anschließend mache ich die Heckdusche wieder gangbar und dann gehen wir noch mal schnorcheln. Heute ist absolute Flaute und das Wasser spiegelglatt. Eine tolle Stimmung, die wir mühelos in den Abend hineinretten dank Conny’s und Wolfgangs Einladung zu Sundowner und anschließendem Pizzaessen. Wir sitzen zunächst im Schatten auf dem Trampolin der Felice und verholen uns dann für die Pizza ins Cockpit. Vollgefuttert, mit Pastis, Bier und Wein versorgt, genießen wir den Abend in geselliger Runde. P9023687
Die Morgensonne wirft interessante Schatten auf den Meeresgrund
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Christine hat sich mit Ham aus der Dose bewaffnet, um Fische anzulocken. Das funktioniert aber nur bedingt. Baguette, was wir aber nicht haben, wäre wahrscheinlich besser gewesen
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Bei dem Wetter muss die Hängematte zum Einsatz kommen, heute sogar mit Sonnenschutz

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Kette und Anker am Grund
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Die Abendsonne um 17 Uhr zaubert ein tolles Licht auf das Panorama
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Birgit und Kalle im Anmarsch
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Sundowner auf dem Trampolin der Felice. Im Anschluss serviert Conny éin paar Lagen köstliche Pizza
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Gerade ist die Sonne untergegangen. Blick von der Felice auf die Gipsy IIII, Raiatea im Hintergrund




Von Toamaro nach NaoNao

Sonntag, 1. September 2013, Raiatea, von Toamaro nach NaoNao

Es sind nur kleine 7 Meilen, die vor uns liegen, und die machen wir per Maschine. Wir verlassen einen wunderschönen Ankerplatz und ein noch schönerer erwartet uns. Die Fahrt führt durch die Lagune, meistens auf 30 Meter tiefem, tiefblauen Wasser. Nur an einer Stelle müssen wir über eine Korallenbank, auf der nur 4,5 Meter Wasser stehen. Zwei mal begegnen uns größere Gruppen von Delfinen. Einzelne Tiere vollführen, wie auch gestern schon, tolle Sprünge und Saltos in der Luft.

Mittags gehen wir vor Anker im Westen des Motus NaoNao. Hier gibt es einen Spot von vielleicht 100 Meter Länge und 60 Meter Breite, in dem es mindestens 2,5 m tief ist. Nicht gerade viel. Den Anker versenken wir in 4 m, aber als wir 20 Meter Kette stecken, haben wir nur noch 40 cm unterm Kiel. Kurz nach uns ankern die Felice und etwas später die African Affair. Damit ist dieser Ankerplatz belegt. Aber wir sind ohnehin die einzigen Boote hier. Keine andere Yacht lässt sich sehen.

Der Platz ist ein Traum. Glasklares Wasser, schönes Schnorcheln nur 50 Meter vom Schiff entfernt auf flachen Korallen. Nachmittags machen wir einen Dinghyausflug zum Außenriff, dass uns so schön den Schwell abhält, so dass wir mal wieder wie in Abrahams Schoß liegen.

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Kleines Motu Punaeroa am gleichnamigen Pass im Südwesten von Raiatea

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Sonntagsausflug mit der Familie

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Auf dem Weg aufs Vorschiff, wo Christine während der heutigen Passage nach Untiefen Ausschau hält

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Gipsy IIII beim Ankermanöver vor Naonao (Foto Felice)

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Am Ankerplatz westlich von Naonao. Links die Felice, rechts die African Affair (mit Heckanker)

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Naonao liegt ganz im Süden Raiateas. Das Motu rechts im Bild, dahinter die Berge der Hauptinsel. An der Farbkante im Wasser fällt die Tiefe steil von 2,5 auf 20 Meter ab

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Mit dem Dinghy fahren wir zum Außenriff, das einen guten Kilometer vom Ankerplatz entfernt ist und Schwell und Wellen von uns fernhält

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Da muss man selbst mit dem Dinghy aufpassen, nicht aufzulaufen. Gipsy Crew vorm Außenriff (Foto Felice)

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NaoNao ist leider offenbar in Privatbesitz. Jedenfalls verwehren diesbezügliche Schilder am Strand den Zutritt

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Schnorchelausflug unweit von der Basis

CNI nach Toamaro

Samstag, 31. August 2013, Raiatea, von der CNI nach Toamaro

Im Dreiergeschwader bewegen wir uns nach Süden, die African Affair, die Felice und die Gipsy IIII, wir vorneweg. Um 1045 werfen wir die Mooringleine los, machen die Maschine gar nicht erst an und segeln unter Genua durch den Pass Rautoanui auf offenes Wasser. Nach einer Stunde haben wir keinen Wind mehr und nun muss uns doch der Volvo schieben. Um 14 Uhr fahren wir durch den Pass Toamaro wieder in Lagunengewässer und ankern kurz darauf mit 9 sm im Kielwasser nördlich des Motus Toamaro in 5 m tiefem Wasser. Etwas später gesellen sich die Felice und African Affair hinzu.

Am Nachmittag fahren wir etwas mit dem Dinghy spazieren, erkunden ein Riff im Fahrwasser und schauen uns das kleine Motu in der Nähe an. Um 17 Uhr sind wir auf der African Affair zum Sundowner eingeladen. Mal wieder ein Schiff mit Tiefkühlmöglichkeiten. Entsprechend bekommen wir einen Caipirinha, sogar mit crashed Eis, wie es sich gehört (was die auf den französischen Inseln nicht kennen. Hier gibt es die Caipis immer nur mit ganzen Eiswürfeln, was scheußlich ist). Zu feiern gibt es den nun bestätigten Saisonliegelplatz in der Marina Taina auf Tahiti für Kalle und Birgit. Ursprünglich hatten die beiden in Fiji übersommern wollen, es sich dann aber kurzfristig doch anders überlegt. Nachdem es mit dem Landliegeplatz in der CNI nicht geklappt hatte, sind die beiden nun froh, zumindest einen guten Marinaplatz ergattert zu haben. Total toller Abend mit schönem Sonnenuntergang zwischen zwei Motus. Erst um 21 Uhr sind wir wieder an Bord zurück zum Abendessen.

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Einfahrt in den Passe Toamaro im Südwesten von Raiatea

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Motu in der Nähe unseres Ankerplatzes

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African Affair im Anmarsch, die Felice liegt schon vor Anker

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Ein paar locals baden am Strand des Motus

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Gipsy IIII, Felice und African Affair vor Anker. Außer uns liegt noch ein unbewohntes Boot hier

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Von der anderen Seite: African Affair, Felice, Gipsy IIII

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Power napping am Nachmittag

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Kalle mixt Caipirinhas, und zwar hochprofessionell

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Sundowner auf der African Affair. Dauert erheblich länger, als bis zum Sonnenuntergang