Mittwoch, 10. April 2013

Inselrundfahrt

Sonntag, 7. April 2013, Galapagos, San Cristobal

Während des Frühstücks kommt Iris vom amerikanisch/deutschen Katamaran A. vorbei. Sie fahren heute schon weiter und Iris bittet uns, für sie eine Kamera bei der Post aufzugeben, die nach Hause geschickt werden soll. Machen wir doch gerne. Sie erzählt, dass sie gestern noch 75 Gallonen Diesel gebunkert hätten, und zwar auf die nicht ganz legale Weise. Diesel ist hier für die locals spottbillig. Sie zahlen pro Gallone 1 Dollar. Als Segler muss man seine benötigte Sprit-Menge allerdings beantragen und genehmigen lassen, was einige Tage (bei Kay sogar Wochen) dauern kann. Außerdem kostet die Gallone dann 5 Dollar. Verständlich, dass die Umgehung einem Zoll- oder Steuervergehen gleichkommt. Trotzdem wurde Michael und Iris diese Möglichkeit von ihrem Agenten dargestellt. So haben sie also in der Dunkelheit von ihrem taxi-driver fast 300 Liter Diesel an Bord genommen. Ganz wohl war ihnen allerdings auch nicht dabei. Ich wäre in dem Fall besorgt hinsichtlich der Sauberkeit des Zeugs. Sie haben den Treibstoff nicht einmal gefiltert, sondern so, wie er kam, in die Tanks rinnen lassen. Hoffentlich rächt sich das nicht später mit verstopften Filtern oder Leitungen.

Mittags gehen wir schwimmen bzw. unters Boot. Christine reinigt mal wieder den Wasserpass und ich die Schraube. Die Ankerkette ist mittlerweile auch sehr stark bewachsen. Von der Wasseroberfläche bis kurz über den Meeresboden, also auf einer Länge von etwa 12 Metern, hängen lange, dichte Algenbärte herunter. Außerdem sind Seepocken auf den Kettengliedern angewachsen. Die Algen lassen sich mit einer Bürste relativ leicht entfernen. Die Barnacles gehen hoffentlich beim Aufholen der Kette im Kettenkranz ab. Auch das Entfernen des Bewuchses verschieben wir auf kurz vor dem Ankeraufgehen.

Am späten Nachmittag treffen wir uns mit den Aluas im Mikunia zum Internetten und Abendessen. Frust kommt auf, weil ich mit dem kleinen Laptop den ganzen Abend keine Internetverbindung hinkriege, weder im Mikunia, noch im Zayapa, noch im Calypso. Muss irgendwie am Computer liegen, denn alle anderen haben keine Probleme.

 

Montag, 8. April 2013, Galapagos, San Cristobal, Lupa kommt an

Als wir die Funke einschalten, hören wir deutsches Geschwätz auf Kanal 69. Martin plaudert mit Frank. Den Einhandsegler Martin (Lupa) kennen wir schon von Curacao her und haben ihn zuletzt in Panama City gesehen. Er ist heute morgen angekommen, nach 12 Tagen Fahrzeit. Hat wohl Pech mit dem Wetter gehabt. Wind gegenan und viel motort. 200 Liter Diesel verfeuert. Er will nur 3 Tage hier bleiben und sich das Einklarieren und die damit verbundenen Kosten sparen.

Frank kommt etwas später mit seinem Dinghy bei uns vorbei, um sich vorzustellen. Er ist mit Evi auf der „Frieda“ unterwegs. Die beiden sind gemeinsam mit Martin in Panama City gestartet und gestern hier angekommen.

Kinoabend an Bord mit „Sophie Scholl“.

 

Dienstag, 9. April 2013, Galapagos, San Cristobal, Inselrundfahrt

Um kurz nach Acht treffen wir uns bei Herbert, der freundlicherweise ein Taxi für uns organisiert und den Preis ausgehandelt hat. Außerdem stellt er sich selbst als Reiseleiter zur Verfügung, weil es keine englisch sprechenden Taxifahrer gibt. Kaum sind wir aus dem Ort heraus, wird die einzige Straße, die quer über die Insel nach Osten führt, zu einer Slalomstrecke um Schlaglöcher herum oder überhaupt zu einer Schotterpiste. Wir sitzen zu Fünft plus Fahrer etwas eng im Toyota Pickup, dem Standard-Taxi hier auf den Inseln.

Zunächst geht es durch den kleinen Ort El Progreso, dann zum Kratersee El Junco, wo wir anhalten und ein kurzes Stück zum Kraterrand emporsteigen. Ein Brettersteg führt nach oben, mitten durch das saftige Grün der endemischen Miconia Büsche. Diese wurden vor einigen Jahren durch eingeführte Baumarten und Brombeersträucher sehr stark zurück gedrängt, woraufhin eine große Renaturalisierungsaktion gestartet wurde. Heute sind die nicht heimischen Arten wieder weitgehend entfernt und der ursprüngliche Bewuchs wieder vorhanden.

Anschließend fahren wir weiter zur Galapaguera, dem Riesenschildkrötenreservat hier auf San Cristobal. Wie in Santa Cruz im Darwin Center, werden auch hier, wenngleich in kleinerem Ausmaß, Schildkröten bis zum Alter von einigen Jahren aufgezogen, damit sie nicht in der Wildnis Ratten und anderen Feinden zum Opfer fallen. Bei sehr jungen Schildkröten ist der Panzer noch nicht so fest, dass Nagetiere diesen nicht leicht knacken könnten.

Letzte Station ist der Strand Puerto Chino. Vom Parkplatz geht ein natursteingepflasterter Weg durch wilde Vegetation dorthin. Wir bestaunen die baumartigen Opuntia Kakteen, die hier wegen ihrer regelmäßigen und ausladenden Kronen noch majestätischer aussehen, als auf Santa Cruz.

Die Insel vermittelt außerhalb des Ortes ein total anderes Bild als in Puerto Baquerizo Moreno. Während die Hauptstadt doch zumindest einen halbwegs entwickelten und geschäftigen Eindruck macht, ist der Rest der Insel grüne Wildnis. Den Großteil kann man per Straße überhaupt nicht erreichen, es gibt auch keinen Weg an der Küste entlang. Wir haben das Gefühl, dass Ecuador die richtige Art von Tourismus für diese Naturidylle betreibt. Niemand außer Einheimischen darf Grund und Boden erwerben, also gibt es auch keine großen Hotelanlagen, weder an den Stränden, noch in den Städten.

Die Rückfahrt dauert eine Stunde. Um halb Eins gibt es Mittagessen im „aqui si“. Ein Weg zur Post bleibt erfolglos. Der „Post-Flieger“ ist noch nicht gelandet. Auf dem Rückweg zur Pier treffe ich bei Herbert noch kurz auf Martin, Evi und Frank. Martin hat bereits Diesel gebunkert, muss noch ein paar Lebensmittel einkaufen und will morgen schon wieder weitersegeln.

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Unsere Inselrundfahrt führt uns von Puerto Baquerizo Moreno bis nach Puerto Chino

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Bevor wir losfahren, bekommen wir noch ein fishing-Spektaktel der Fregattvögel geboten.

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Blick vom El Junco

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Miconia, einst verdrängt, jetzt wieder zahlreich vorhanden

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Die endemischen Opuntia Kakteen stehen hier einzeln und entwickeln wohl deshalb diese schönen, großen Kronen

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El Chino Beach. Wer dorthin möchte, hat von Puerto Baquerizo Moreno eine Stunde mit dem Auto zu fahren

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Das Mocking Bird. Die Straße hinten ist mittlerweile fertig gepflastert

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Bone ist einer unserer Taxi driver. Ihm brauchen wir mittlerweile nicht mehr zu sagen, wo unser Boot liegt

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Der Besuch auf unserem Schwesterschiff, der Lady Lestris, hat es uneingeladenerweise bis ins Cockpit und weiter aufs Vorschiff geschafft

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Dienstag, 9. April 2013

Hai und Schwester

Freitag, 5. April 2013, Galapagos, Hai in der Bucht

Beim Frühstücken im Cockpit sehen wir die dreieckige Rückenflosse eines Hais langsam durch die glatte Wasseroberfläche ziehen. Hin und wieder ist auch die Spitze der zweiten Rücken- oder Schwanzflosse zu sehen. Gemächlich zieht er seine Runden, vielleicht 50 m von uns entfernt. Manchmal verschwinden die Flossen, dann tauchen sie wieder auf. Wohl eine halbe Stunde bekommen wir ihn immer mal wieder zu Gesicht.

Mittags essen wir frisch gebackenes Brot an Bord. Am Nachmittag marschieren wir zunächst zur Post, um nach dem Brief mit dem verlängerten Aug-Terminal aus Florida zu fragen. Fehlanzeige, noch nicht angekommen. Nächste Chance am kommenden Dienstag. Laut Auskunft des Postbeamten beträgt die Laufzeit normaler Post aus Florida ohnehin 14 Tage. Also dürfen wir noch gar nicht damit rechnen.

Während ich anschließend im Internet administrative Notwendigkeiten erledige, geht Christine einkaufen und sieht diverse Tiere, von denen sie anschließend begeistert erzählt (eine Ratte, verschiedene Vögel, die uns bisher noch nicht untergekommen sind, usw.). Abendessen zusammen mit den Aluas im Mikunia. Peter geht es heute deutlich besser.

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Dieser Hai kreist eine halbe Stunde in Sichtweite von uns durch die Bucht

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Zwei turtelnde Adlerrochen. Auch diesen beiden prächtigen Fischen konnten wir eine Weile bei ihrem Spiel vom Boot aus zusehen

 

Samstag, 6. April 2013, Galapagos, San Cristobal, Schwesterschiff läuft ein

Den Tag verbringen wir an Bord, meistens mit Lesen. Am Vormittag laufen zwei interessante Segler ein. Der erste ist eine dunkelblaue 40 oder 50 Meter Yacht, die auf klassisch daherkommt, also mit Löffelbug, lang ausladendem Yachtheck und Holzaufbauten aus Mahagoni. Es kommt mir so vor, als hätten wir das Schiff schon mal in Antigua gesehen. Aber das kann auch täuschen, denn schließlich gibt es auch von dieser Sorte Superyachten inzwischen eine größere Anzahl. Der zweite Segler ist ein Schwesterschiff, also auch eine Sun Odyssey 43 DS, die schließlich nicht weit von uns entfernt ankert. Der Name lässt sich nicht komplett lesen, irgendwas mit „Lady …“, schwedische Flagge. Wir beäugen uns gegenseitig mit den Ferngläsern und winken uns zu. Das Paar werden wir sicherlich noch an Land sehen.

Heute kein Hai, aber dafür bekommen wir mal hautnah die Fischkünste eines Blaufußtölpels vorgeführt. Wir sitzen im Cockpit, als einer nur einen Meter neben der Bordwand ins Wasser stürzt. Von der Ferne haben wir dieses Schauspiel ja schon beobachtet, wie sie sich aus 20, 30 oder 40 Metern Höhe fast senkrecht in die Tiefe stürzen, mit halb angelegten Flügeln noch leichte Korrekturen der Fallkurve vornehmen und schließlich wie ein Pfeil mit komplett angelegten Flügeln ins Wasser eintauchen. Nun können wir also auch einmal sehen, wie tief diese an eine Torpedobahn erinnernde Blasenspur nun unter die Wasseroberfläche reicht. Ich schätze irgendwas zwischen 3 und 5 Meter. Jedenfalls haben wir uns ganz schön erschrocken, denn aufgrund der Sprayhood und des Biminis ist unsere Sicht nach oben schließlich ziemlich eingeschränkt und obwohl sie wie ein Stuka daherkommen, hört man sie erst beim Aufschlag aufs Wasser.

Überhaupt ist ja interessant, wie unterschiedlich die Jagdmethoden der verschiedenen Meeresvögel sind. Die der Pelikane ähnelt ja zumindest etwas der der Tölpel, auch wenn sich diese nicht aus so großen Höhen herabstürzen und aufgrund ihrer Größe und Form auch nicht so tief eintauchen können. Auch scheinen sie nicht so treffsicher zu sein, wie die Tölpel. Pelikane sieht man jedenfalls häufig mehrere Versuche hintereinander durchführen. Das besondere am Flugverhalten der Pelikane ist der oft zu beobachtende Formationsflug und das Dahingleiten ohne Flügelschlag ganz dicht über der Wasseroberfläche. Vollkommen anders geht es beim Beutezug der Fregattvögel zu. Ihre Spezialität ist es, anderen Vögeln, übrigens auch der eigenen Gattung, deren Beute in der Luft abzujagen. Daher haben sie auch ihren Namen. Wenn sie auf diese Art nicht satt werden können, erbeuten sie Fische an der Wasseroberfläche, die sie mit dem langen, schmalen, am Ende hakenmäßig gekrümmten Schnabel im Überflug aufgreifen. Ein Fregattvogel taucht niemals ins Wasser, er schwimmt auch nie an der Wasseroberfläche. Bei diesen Räubern findet alles im Flug statt. Niederlassen tun sie sich nur an Land, auf Bäumen, Felsen, Hängen oder auch mal Laternenmasten.

Nachmittags treffen wir die noch relativ junge Besatzung unseres Schwesterschiffs in der Stadt bzw. im Mockingbird. Liesel kommt aus Südafrika, Kid aus Schweden. Ihr Boot ist auch aus 2002, hat aber ein anderes Unterdeckslayout (andere Kabinenaufteilung) und den 75 PS Yanmar. Von unseren Problemfällen Wassersammler, Verklebung der Fenster und Stabilität des Mastfundaments sind sie offenbar bisher verschont geblieben – oder sie haben nur noch nicht so genau hingeschaut. Wir vereinbaren, in den nächsten Tagen mal eine gegenseitige Besichtigung vorzunehmen. Die beiden sind ziemlich müde nach der Überfahrt, was mich etwas erstaunt, nachdem Kid erzählt hat, dass sie außerhalb der Küstengewässer keine Wachen gehen, sondern sich nachts hinlegen und schlafen.

Im Mockingbird treffen wir auch wieder auf Michael, Mirna und Nicolai von der Voyageur (die auf den langen Trips ebenfalls nicht konsequent Wache gehen, sondern viel schlafen). Sie erzählen, dass der Flughafen von Tahiti gesperrt wurde wegen einer Dengue-Fieber Epidemie und dass davon vor allem auch die Marquesas, unser nächstes Ziel, betroffen sind. Wenn das stimmt, werden wir uns vor den „Tiger-Mücken“ ziemlich in Acht nehmen und höllisch aufpassen müssen, dass wir nicht gestochen werden.

Am Abend gibt es eine Barbecue-Veranstaltung. Gestern kam Pablo, der Veranstalter mit einem Taxiboot angefahren und fragte alle Bootsbesatzungen, ob sie teilnehmen würden. Es gibt Musik, Gegrilltes und Cuba Libre. Alles für 30 Dollar pro Person. Im Vergleich zu der sonst sehr günstigen Gastronomie hier vor Ort erscheint das relativ teuer, aber da die Veranstaltung extra für Segler aufgezogen wird, gehen wir natürlich hin. Wir hatten verstanden, dass die Fete auf der Pier stattfindet. Dem ist aber nicht so. Dort ist nur der Treffpunkt und die Teilnehmer werden abgeholt. Es sind wohl 30 Segler vor Ort, das Essen ist gut und reichlich und es gibt südafrikanische Musik, die von 5 Sängern, Pan-Flötisten und Gitarristen vorgetragen wird. Wir lernen wieder einige interessante Bootsbesatzungen kennen und sprechen mal wieder ausgiebig englisch, was in der letzten Zeit doch sehr kurz gekommen ist bei den vielen deutschsprachigen Freunden, die wir in der Zwischenzeit gewonnen haben. Pepe und Big Bear (so stellen sie sich tatsächlich vor, und das steht auch auf der Visitenkarte) von der Beez Neez sind extrem unterhaltsam. Kaum zu glauben, dass Pepe siebenfache Mutter ist. Sind seit 2008 unterwegs. Nancy und Ron („denkt einfach an die Reagans“) von der Always Saturday sind ebenfalls sehr interessante Gesprächspartner. Auch die Franzosen von der neben uns ankernden Pogo 12.80 lernen wir kennen. Junges Paar mit zwei Kindern. Die Pogo ist ein ganz moderner Kunststoff-Knickspanter und irre schnell. Unter Spinnaker fahren die mit dem Ding 15 Knoten! Also ein sehr interessanter Abend. Erst kurz vor Mitternacht sind wir wieder an Bord zurück.

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Schwesterschiff mit schwedischer Flagge. Auch bei ihnen sind deutliche Bewuchsspuren in der Höhe des Wasserpasses zu sehen

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Einfach schön, oder?

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Freitag, 5. April 2013

Toggle fertig

Mittwoch, 3. April 2013, Galapagos, verlängerter Toggle wird fertig

Da wir Meister Bran gestern Abend um 6 nicht mehr angetroffen hatten, latschen wir heute morgen um 8 gleich wieder hin. Irgendwie kriegen wir mit, dass er gestern unvorhergesehenerweise ein 1000 Tonnen Schiff, dass draußen vor Anker liegt, vor dem Untergang hat retten müssen und er deshalb nicht zu unserem Toggle gekommen ist. Da hat man ja Verständnis dafür. Aber heute Mittag sei das Teil fertig.

Wir traben zu Herbert, frühstücken amerikanisch zusammen mit Kay, fuhrwerken etwas im Internet herum, pilgern zur Post, um zu fragen, ob unser Brief aus Florida mit dem verlängerten Augterminal schon angekommen ist (ist er noch nicht, nächste Postsendung kommt Freitag um 1600), verholen uns ins Mockinbird. Um halb Zwölf tigere ich wieder den Berg rauf zur Werkstatt. Und tatsächlich, der Chef hat schon mit unserem Toggle angefangen. Ist aber gut, dass ich dazukomme, denn mit Zeichnung lesen haben die es hier nicht so. Wenn ich das Blech selbst hätte anfertigen müssen, wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, erst ein Loch zu bohren, und dann zu versuchen, das ganze Ding exakt auf Länge umzubiegen. Seine Methode führte dann auch zu Doppelarbeit, indem er nach dem Biegen das schon gebohrte Loch wieder weggeschnitten hat. Glücklicherweise war das Blech lang genug. Immerhin, nach eineinhalb Stunden waren „wir“ fertig damit. Positive Überraschung. Obwohl wir uns zuvor auf 80 Dollar geeinigt hatten, wollte er dann nur 40 haben. Nun haben wir die Dinge beisammen, mit denen wir notfalls das Achterstag wieder in segelbaren Zustand versetzen könnten. Wir wollen aber dennoch auf die anderen Teile warten, die wir noch bestellt haben. Jedenfalls so lange, bis Lili aus Florida zurück kommt.

Mittagessen im aqui si, dann an Bord zurück. Es hat heute etwas mehr Schwell und laut Steve (Liward) soll es morgen noch mehr geben, was er so ausgedrückte, dass er für Donnerstag eine Runde Surfen und das Ausbringen seines Heckankers geplant hat. Vielleicht kriegen wir ein paar unruhige Nächte. Wunderschöner Sonnnuntergang mit extrem klarer Sicht. Cuba Libre als Sundowner an Bord. Die Sicht ist so klar, dass wir Floreana in 50 Meilen Entfernung sehen können.

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Welinton Bran präsentiert stolz sein Werkstück. Sollte man doch gar nicht glauben, dass da mehr als 1,5 Stunden Arbeit drinstecken. So freundlich, wie dieser Herr dreinschaut, sind hier übrigens die meisten Menschen. Wir empfinden die Bevölkerung hier jedenfalls deutlich netter und angenehmer, als die von Panama oder Curacao

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Die Werkstatt ist gut ausgestattet und aufgeräumt; dafür, dass wir als Fremde und Yachties sicher mehr bezahlen, als Einheimische, sind 40 Dollar wirklich nicht zu teuer für das Teil (vor allem, wenn man bedenkt, dass wir als Alternative zu diesem Toggle für 2,5 m 8 mm Draht 65 Dollar bezahlen)

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Dieses wäre nun die Kombination, die es erlauben würde, den Achterstagdraht direkt unter dem defekten, gepressten Augterminal, abzuschneiden. Das linke Teil haben wir uns anfertigen lassen. Das Schraubterminal rechts stammt aus dem Fundus von Kay, ist gebraucht und hat zwei leichte Macken, eine im Gewinde und die zweite am Konus. Deshalb wollen wir nun doch lieber auf die neuen Teile aus Florida warten, wo sie nun bestellt sind und fast 300 Euro gekostet haben.

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Es erstaunt uns immer wieder: Sämtliche Waren, die für die etwa 8.000 Inselbewohner per Schiff kommen, werden auf diese kleinen Lastkähne, die mit einem Außenbordmotor angetrieben werden, umgeladen und an dieser Pier gelöscht, wo sie von dem Kran auf Klein-LKWs zur weiteren Distribution verladen werden. Für die zahlreichen Fischer- und Speedboote, die zwischen den Inseln verkehren, gibt es auch keine Bootstankstelle. Die Skipper füllen an der PKW-Tankstelle 60-Liter-Kanister voll, bugsieren diese dann von Hand auf die Wassertaxis und lassen sich von diesen zu ihren Booten bringen, wo dann mühsam aus den Kanistern in die Schiffstanks umgefüllt werden muss. Es lebe der Umstand.

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Heute erleben wir einen tollen und stimmungsvollen Sonnenuntergang an Bord. Ausnahmsweise gehen wir mal nicht an Land, sondern genießen den Sundowner im Cockpit.

 

 

Donnerstag, 4. April 2013, Galapagos, Wechsel des Diesel-Vorfilters, Peter mit Fieber

Etwas schaukelige Nacht, aber im Laufe des Tages lässt der Schwell schon wieder nach. Email von Lili, dass nun auch der 8 mm Draht bei ihr eingetroffen ist. Auf dem Funknetz höre ich Steve sagen, dass Lili erst in einer Woche zurück kommt, das wäre erst am nächsten Donnerstag, und nicht Dienstag. Unser Aufenthalt hier wird wohl immer länger. Während wir bis jetzt davon ausgingen, dass die Alua am Wochenende und somit mindestens einige Tage vor uns aufbricht, sieht es jetzt so aus, dass die beiden doch noch etwas länger bleiben müssen, nachdem sich die Auswirkungen des Seelöwenbisses nachhaltiger gestalten, als es zunächst den Anschein hatte.

Am Vormittag entschließe ich mich endlich, einen der beiden umschaltbaren Diesel-Vorfilter auszutauschen. Habe ich lange vor mir hergeschoben, weil Arbeiten an der Diesel Leitung so stinken und ich mir immer eingeredet hatte, dass ich ja deshalb die Umschaltung habe, um bei Problemen mit der Sprit-Zufuhr auf den frischen, bisher ungenutzten Filter switchen kann. Aber nachdem die Dinger da nun 3 Jahre und über 400 Motorstunden drinsitzen, sollte ich den im Gebrauch befindlichen vielleicht doch einmal auswechseln. War dann auch dringend nötig. So viel Dreck hatte ich nicht erwartet. Allerdings auch nicht die Probleme danach. Ganz galant wollte ich mir eine Entlüftung der Treibstoffleitung sparen und war darauf gefasst, dass der Motor mal etwas spuckt und stottert. Dass der dann aber ganz ausgeht, hat mich doch etwas verstimmt. Lag allerdings weniger daran, dass beim Austausch des Filters zu viel Luft ins System gekommen ist, sondern ich dämlicherweise den Absperrhahn am Tank zugemacht und vergessen hatte, ihn wieder aufzudrehen. Also war dann doch eine Entlüftung fällig. Vorteil der ganzen Geschichte: Nun weiß ich, wie sich der Diesel anhört, wenn er zu wenig Sprit bekommt. Erstaunlich, wie lange der Motor stotternd läuft, wenn er sich die letzten Tropfen „Saft“ aus den Leitungen saugt. Hat wieder mal länger gedauert, als gedacht …

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Umschaltvorrichtung in der Treibstoffleitung. Wenn einer der Vorfilter dicht sein sollte, kann man schnell auf den zweiten switchen. Eigentlich wie immer: Nicht besonders gut zugänglich und alles dauert länger, als man glauben sollte

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So viel Dreck hatte ich nicht erwartet. Im Filter und im Schauglas sind reichlich Rückstände vorhanden. War höchste Zeit, das Ding auszutauschen

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Dieser Bolzen hält Filter und Schauglas mit dem Gehäuse zusammen. Auch am Metall haben sich die Rückstände festgesetzt

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Der Diesel aus Filter und Schauglas wird durch ein Stück Küchenrolle “gesiebt” und wieder verwendet. Dieser Papierfilter wäre fast nicht nötig gewesen, der meiste Dreck hat sich ohnehin unten in dem ehemaligen Joghurt-Kanister (ja, Joghurt wird hier in 1-Liter-Gebinden angeboten) abgesetzt

Mittwoch, 3. April 2013

Tijeretas Trail

Dienstag, 2. April 2013, Galapagos, Tijeretas Trail

Wir haben den Taxifahrer erwischt, der seinen 40 PS Yamaha immer voll aufdreht. Als wollte er die Verspätung einholen. Sind schon um halb Sechs aufgestanden, mussten dann aber fast eine halbe Stunde auf das Taxi Aquatico warten. Heute ist das Wetter super und so machen wir uns um kurz vor Sieben von der Pier aus auf die Socken. Den ersten Teil des Weges kennen wir schon, vorbei am Interpretation Centre und über den mit geschnittenen Lavasteinen gepflasterten Weg, mitten durch das satte Grün und die Kakteen.

Nach dem Aussichtspunkt auf dem Berg wird es unwegsamer. Zum Playa Baquerizo führt nur noch ein Trampelpfad, großteils über grobgerölligen, felsigen Lava-Untergrund. Ich denke schon, dass ich doch die lange Hose und Laufschuhe statt der Sandalen hätte anziehen sollen, aber es geht dann doch ganz gut. Wir sind mutterseelenallein unterwegs. Es sieht nicht so aus, als wäre dieser Pfad stark frequentiert. In der Morgensonne gibt es gutes Licht für Fotos und ich versuche, noch bessere Bilder von den schon bekannten Tieren zu machen. Schwarze Leguane sehen wir ohne Ende, dazwischen aber auch kleinere, rotbauchige Eidechsen. Sogar ein paar „Darwin"-Finken bekommen wir mal vor die Linse und wieder diese tollen, orangeroten Zayapa Krebse. Die Ausbeute an Fregattvögeln ist allerdings äußerst mager, auch wenn der Berg, über den wir müssen, seinen Namen daher hat. Im spanischen haben diese Vögel den Namen Tijeretas von ihren Schwanzfedern, die scherenförmig auf- und zusammenklappen.

Auf dem Rückweg marschieren wir noch einmal zum Strand Playa Brava. Am Ende steht ein kleiner Leuchtturm, den wir auch vom Ankerplatz aus sehen. Auf den Felsen sitzen einige Blaufußtölpel und endlich kommen wir an die mal nah genug heran. Bei etwa 2 Metern Abstand lassen wir es gut sein und bekommen eine Menge toller Fotos in den Kasten.

Gegen 11 sind wir in der Stadt zurück und haben geschätzte 12 km abgewandert. Frühes Mittagessen, danach latschen wir zur Schlosserei, um zu fragen, ob unser Werkstück schon fertig ist. Aber der Chef ist nicht vor Ort, sondern bis abends auf einem Boot. Den zwei Angestellten klarzumachen, dass wir hier gestern etwas bestellt hatten und nun fragen wollen, ob wir es abholen können, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Niemand spricht einen Ton Englisch und unser spanisch reicht dafür auch nicht aus. Was wir kapieren ist, dass der Chef am Abend um 6 wieder da ist. Also noch mal wiederkommen.

Der Nachmittag vergeht damit, an Bord die Bilder zu bearbeiten. Von den 150, die ich gemacht habe, müssen einfach mindestens die Hälfte wieder gelöscht (damit die Festplatte nicht zu schnell voll wird) und eine ganze Menge mit fotoshop optimiert werden.

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Zeigt her Eure Füße …

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Das Dock, an dem die Wassertaxis ihre Gäste abholen bzw. abliefern

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Abends bei tiefstehender Sonne im Mockingbird. Ist schon fast eine zweite Heimat geworden. Das aqui si von Herbert und Iris ist gegenüber

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In der Dunkelheit kommen immer viele Goldrochen vor die Pier

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Aufwärts zum Tirejetas Berg

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Die Gipsy IIII ganz rechts im Bild

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Die endemischen Zayapa Krebse sehen immer wieder toll aus auf dem schwarzen Lava-Gestein

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Oben auf der Plattform des Leuchtturms liegt natürlich auch ein Seelöwe

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Auf der Mauer verstorben

Dienstag, 2. April 2013

Ruhige Ostertage

Samstag, 30. März 2013, Galapagos, Melone und Kürbis

Am späten Vormittag ins Mockingbird, um Status der Bestellung bei Westmarine zu checken. Das Drahtseil ist mittlerweile auf „in process“ gesetzt. Sicherheitshalber schreibe ich noch eine email, dass die Ware unbedingt bis nächsten Freitag in Florida ausgeliefert sein muss. Allerdings wissen wir bis heute abend noch gar nicht genau, ob Lili morgen wirklich fliegt.

Zu Mittag kocht Iris Kürbissuppe und Ziegenfleisch mit Reis. Schmeckt gut. Anschließend gehen wir Joghurt und etwas Obst einkaufen, u.a. erstehen wir eine schöne Wassermelone. Nicht zu groß, so dass sie sich noch gut tragen lässt. Als wir am Nachmittag etwas davon essen wollen, mittlerweile ist die Melone gut gekühlt, entpuppt sich diese als Kürbis, womit Christine unerwartet zu der Aufgabe kommt, eine Kürbissuppe zu kochen.

Am Abend treffen wir uns mit den Aluas wieder an Land, diesmal im Mikunia, einem Hotel mit Restaurantbetrieb direkt an der Promenade. Auch hier gibt es Wifi und die Pizza schmeckt wirklich gut. Peter war heute übrigens noch einmal im Krankenhaus, weil sich der Seelöwenbiss in seinem Bein nun doch noch entzündet hat, nachdem der Heilungsprozess zunächst schön verlaufen war. Das beschert den beiden nun auch noch eine ungeplante Verlängerung hier auf der Insel.

Oster-Sonntag, 31. März 2013, Galapagos, Lesetag an Bord

Wir genießen das schöne Wetter an Bord und liegen fast den ganzen Tag im Cockpit und lesen. Beide haben wir interessante Bücher am Wickel und so vergeht der Tag ziemlich schnell. Am Abend treffen wir uns mit den Aluas an Land und gehen zu José, dem Grillmeister. Heute bestellen wir alle Wahoo-Filets und bekommen riesengroße Portionen für 10 Dollar. Drei große Scheiben Fisch, dazu gibt es Kartoffeln, Reis, Linsen, Salat. Eine Portion hätte locker für zwei gereicht. Da sonntags kein Alkohol ausgeschenkt wird, trinken wir Cola dazu. Zwei Liter für uns vier für $ 2,50. Als wir um halb zehn an Bord zurückkommen, stellen wir befriedigt fest, dass unsere Abwehrmaßnahmen gegen die Seelöwen mittlerweile erfolgreich sind. Keine ungebetenen Gäste an Bord.

Oster-Montag, 1. April 2013, Galapagos, zur Schlosserei und Wasserpass schrubben

Ostermontag ist hier kein Feiertag, wie offenbar auch nicht in den USA. Jedenfalls bekomme ich eine Antwort auf meine email an Westmarine, dass der Draht vorrätig ist und konfektioniert wird. Trotzdem will ich mir noch eine weitere Option für unser Problem im Rigg schaffen und mache mich am Morgen auf die Socken zu einer lokalen Schlosserei. Kay hatte mir den Weg beschrieben und erzählt, dass die auch Edelstahlbleche vorrätig haben und verarbeiten. Ich möchte mir ein längeres Toggle anfertigen lassen, dann bräuchte ich nämlich nicht mal einen neuen Draht und könnte notfalls das gebrauchte Schraubterminal von Kay mit dem längeren Toggle einsetzen. Habe das Ding im Mast fotografiert und eine Zeichnung mit Maßen angefertigt. Obwohl die Verständigung mit dem Chef der Werkstatt schwierig war, hoffe ich doch, dass er mit Bildern und Skizze etwas anfangen kann. Morgen Nachmittag kann ich das Ding abholen.

Christine ist an Bord geblieben und zu Mittag fahre ich auch wieder zurück. Nach dem Kaffeetrinken begeben wir uns ins Wasser und putzen den Wasserpass wieder einmal sauber. Das ist hier spätestens einmal die Woche fällig.

Eigentlich hatten wir heute Vormittag eine Wanderung zum Fregattvogelberg machen wollen und sind auch schon um halb sechs aufgestanden. Allerdings sah der Himmel zu dieser Zeit sehr bedeckt und nach Regen aus. Also haben wir uns wieder schlafen gelegt. Es hat natürlich nicht geregnet und als wir dann gegen acht Uhr aufgestanden sind, war das allerschönste Wetter, was den ganzen Tag angehalten hat.

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Dieses U-förmige Blech, nur 10 cm länger. Das wollen wir uns in einer lokalen Schlosserei anfertigen lassen. Dann könnte man auf ein neues Drahtseil verzichten und das kurze gebrauchte Schraubterminal, das uns Kay zur Verfügung gestellt hat, notfalls in Kombination mit dem längeren Toggle einbauen.

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Dieser Seelöwe schwimmt zwei mal um unser Boot herum, die linke Flosse immer aus dem Wasser. Sie ist am hinteren Ende ausgezackt und blutig. Sieht so aus, als wäre er gerade noch mal einer Hai-Attacke entkommen. Das gleiche Tier sehe ich später vor der Pier auch noch einmal. Immer noch hält es die Flosse aus dem Wasser.

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Auch fliegenden Besuch gibt es hin und wieder. Heute landet ein Pelikan auf den Solarpanels. Als er mutig auf den sich drehenden Windgenerator zuwatschelt, erwarte ich schon, dass es bald mal Frikassee gibt. Aber es wird dann doch nichts draus