Donnerstag, 20. Dezember 2012

Neuer Topnant Beschlag

Mittwoch, 19. Dezember 2012, Curacao Marine, Montage Topnant Beschlag

Vormittag und früher Nachmittag gehen drauf mit der Montage des Topnant-Beschlags; nach einer kleinen Snack-, email- und lese-Pause steige ich dann bei schon tiefer stehender Sonne noch mal in den Mast und mache eine gründliche Rigg-Inspektion. Am Abend kommen die restlichen Süßkartoffeln und fünf Zwiebeln in die Pfanne. Die Tage vergehen wie im Flug. Wie heißt der Hornbach Spruch noch? Es gibt immer was zu tun? Genau.

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Gute Vorbereitung ist alles, besonders, wenn man im Mast arbeitet und nicht alle Nase lang wieder runterkrabbeln will

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Erst kommen 5 mm Löcher in den Mast, dann wird ein M6 Gewinde reingeschnitten. Geht im Bootsmannsstuhl sogar halbwegs komfortabel. Man muss nur aufpassen, dass nichts runterfliegt. Vorsichtshalber habe ich die vorderen Kajütfenster trotzdem mit mit Polstern abgedeckt. Wäre doch zu dumm, wenn da ein Akkuschrauber durchsaust. Die gebogenen Frontfenster sind sicher nicht so leicht zu ersetzen, wenn davon eines kaputt geht

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Es laufen einige Kabel vorne im Mast und ich muss achtgeben, diese nicht anzubohren. Habe ich offensichtlich nicht, denn anschließend funktionieren Lichter, Radar und Windmessanlage immer noch. Ist doch schön

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Ja, der Arm ist lang genug, um nach getaner Arbeit  ein Selbstbildnis im Mast zu schießen

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Das war der Sinn der Übung …

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Free Spirit und Alua

Dienstag, 18. November 2012, Curacao Marine, Weihnachtspost und Happy Hour mit Free Spirit und Alua

Einen großen Teil des Tages verbringe ich mit dem Schreiben von Weihnachtspost. Dabei fällt mir auf, dass mir doch einige email-Adressen fehlen. Freunde und Verwandte, die also keine persönliche Post bekommen, mögen mir das nachsehen und auf diesem Wege die besten Wünsche für das Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr entgegennehmen.

Um halb Fünf mache ich mich auf die Socken zum Busterminal. Diesmal gibt es nur etwa 15 Minuten Verspätung. Um 18 Uhr bin ich dann in Spanish Waters, wo ich die Aluas und die Free Spirits bei der Happy Hour im Fischerhafen treffe. Wir verbringen zwei nette Stunden, plaudern über gemeinsame Bekannte, Curacao (da habe ich den anderen einiges an Erfahrung voraus) und Gott und die Welt. Dann muss ich mich wieder auf den Weg machen, um den Bus zu erwischen.

Da der Busfahrplan nur die Abfahrtszeiten in Punda enthält, kann man nur grob schätzen, wann er hier in Spanish Waters ankommt. Wenn er pünktlich in Punda losfährt und es keine Staus gibt, könnte er schon um kurz vor 20 Uhr da sein. Falls er aber schon mit Verspätung in Punda startet und viel traffic auf der Strecke ist, könnte er auch erst um halb Neun kommen. Zu allem Überfluss fängt es an zu regnen, als ich an der Haltestelle warte. Glücklicherweise habe ich meine leichte Regenjacke eingepackt und bin deshalb nur halbnass, als mich der Bus nach einer Viertelstunde Warten aufsammelt. Jetzt ist deutlich weniger Verkehr als auf der Hinfahrt und der Bus braucht nur die halbe Fahrzeit.

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Nettes Treffen mit Alex und John, Nelly und Peter. So “trocken”, wie es hier aussieht, war es allerdings nicht. Die Bierflaschen wurden gerade abgeräumt. Alex und John hatten wir zuletzt auf den Britisch Virgin Islands gesehen.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Wiedersehen mit den Aluas

Montag, 17. Dezember 2012, Curacao Marine, Treffen mit den Aluas in Punda

Ich mache mir Gedanken zur Installation eines Konterpunkts im Mast für den Spi-Baum-Topnanten. Der bisherige Topnant wurde umfunktioniert als Fall für das Kuttersegel, also muss eine neue Leine in den Mast. Leichter gesagt, als getan. Erstens braucht es einen Block im Mast, den es nicht gibt, und zweitens braucht es dafür eine Aufhängung. Ich werde ein Auge kurz oberhalb der ersten Saling an die Vorderseite des Masts schrauben müssen. Das Teil kann ich hier im Budget Marine Store auf dem Werftgelände kaufen. Drittens muss die Leinenführung überlegt sein, denn es braucht noch eine Umlenkrolle am Mastfuß und eine freie Klemme auf dem Kajütdach. Heute probiere ich mal alles provisorisch aus, um zu sehen, ob meine Gedanken sich umsetzen lassen. Wird schon werden.

Um kurz nach Elf mache ich mich auf die Socken in die Stadt. Gestern abend habe ich per email mit Nelly und Peter vereinbart, dass wir uns in Punda treffen. Wir sitzen zunächst an der Fußgängerbrücke und gehen dann später zum Essen in ein Lokal in der Nähe. Wir haben die nächsten Monate den gleichen Kurs und wollen, so oft es sich anbietet, gemeinsam segeln. Von den beiden erfahre ich, dass auch Alex und John von der Free Spirit in Spanish Water liegen. Die beiden haben wir zuletzt in den British Virgins gesehen.

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Beim Weg in die Stadt hat man von der Anhöhe immer einen schönen Blick auf die Marina. Es geht steil rauf und bis man diese Aussicht genießen kann, ist man schon ganz schön am schwitzen

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Wiedersehen mit Nelly und Peter, diesmal in Curacao. Im Sommer hatten wir uns einmal in Österreich, einmal in der Schweiz getroffen. Hier sitzt man gut, direkt am Schottegat. Fein vernebeltes Wasser aus Düsen unter den Sonnendächern sorgt für eine angenehme Verdunstungskühle

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Jedes mal wieder ein schöner Blick: Der Blick nach Otrabanda über den Kanal

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Auch heute bekommen wir wieder ein Dickschiff zu sehen, das von zwei Schleppern in offenes Gewässer bugsiert wird

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Dieser Mann läuft mit zwei Leguanen durch die Gegend. Man kann sie sich auf die Schultern legen und dann fotografieren lassen

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Der schwimmende Markt in Punda von der Rückseite. Hier kann man tatsächlich am besten frisches Obst, Gemüse und Fisch kaufen. In den Supermärkten gibt es Obst und Gemüse oft nur aus der Kühltheke und das Zeug wird dann extrem schnell matschig, schimmelig oder faulig

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Diese verfallene Farbkomposition steht direkt gegenüber des piekfeinen Archivo Nahonal, siehe oben

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Auf dem Rückweg zur Werft fällt dann der Blick auf das Security Storage Gelände. Hier hat die Gipsy 5 Monate auf dem Trockenen gestanden.

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Große Revision am Trailer. Bis zum 7. Januar werden keine Boote mehr ein- oder ausgewassert

Montag, 17. Dezember 2012

Dies und Das

Samstag, 15. Dezember 2012, Curacao Marine, ein Tag an Bord

Jetzt wird es langsam leer hier. Am Vormittag verlassen mit der Aphrodite (Andreas und Cordula) und der Calamares (Emmy und Walter) die letzten deutschsprachigen Schiffe die Marina. Ich beschäftige mich mit Kleinigkeiten. U.a. packe ich die Nähmaschine wieder aus und schneidere ein Gurtband zur Befestigung der Tauchflasche an meinem Safety Harness. Ansonsten noch etwas Reinschiff unter Deck, insbesondere in den Toiletten. Ein paar Stunden verbringe ich mit Lesen an Deck und am Abend gibt es einen Film im Bordkino. Von den Aluas, die eigentlich schon seit 2 Tagen in Spanish Water vor Anker sein sollten, habe ich noch nichts gehört.

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Die Calamares und die Aphrodite verlassen die Marina. Sie nutzen den schwachen Wind, um nach Osten zu kommen

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Mittels Gurtband, auf das ich Klettband und Gummistreifen genäht habe, kann die Tauchflasche schnell und einfach am Sicherheitsgurt befestigt werden. Ich will damit ja nicht lange tauchen, sondern nur ein Notfallequiment zur Hand haben, um mal schnell zum Anker tauchen zu können, falls der sich am Grund irgendwo festgehakt hat

 

Sonntag, 16. Dezember 2012, Curacao Marine, Umräumen

Auch heute keine großen Ereignisse, aber Kleinkram gibt es ja immer zu tun. Aufräumen ist angesagt. Einige Schapps werden umorganisiert, Ersatz- und Kleinteile gesichtet und wieder geordnet, einiger alter Kram auch in den Müll geworfen. Es ist wie zu Hause auch: Wenn man mit so einer Aktion einmal anfängt, gehen die Stunden weg wie nichts und ich kann wahrlich nicht sagen, dass dieser Job schon erledigt ist. Zwischendurch werden alle Seeventile geölt und die Relingsdrahtspanner neu umwickelt.

Dann ist mal wieder eine ausgiebigere Computer-Session fällig. Skypen, emailen, ein paar Dinge downloaden. Die große Aktion kommt nach dem Abendessen (ja, es gibt wieder etwas leckeres aus der Pfanne), nämlich die Anbindung des (immer noch) neuen Laptops an das Satelliten-Telefon, damit man notfalls auch damit emails verschicken oder Wetterberichte abrufen kann. Besonders die Wetterberichte sind ja bei längeren Seetörns sehr wichtig und es ist gut zu wissen, dass es ein back-up zu dem in der Regel dafür genutzten SSB-Funkgerät gibt. Diese Aufgabe stellt sich mal wieder als besonders knifflig heraus. Die mit dem Iridium Telefon gelieferten Treiber taugen nicht für windows 7 und schon gar nicht für 64 bit. Also muss man sich die ja wohl aus dem Internet besorgen. Das Problem besteht aber nicht im download, sondern darin, dass der Treiber überhaupt gefunden wird, was nämlich nicht automatisch geschieht. Wenn ich nicht den unbedingten Drang, und mittlerweile auch die Zuversicht hätte, solche Dinge hinzukriegen, könnte man dabei schon mal leicht die Flinte ins Korn schmeißen und aufgeben. Aber immerhin: Nach drei Stunden Tüftelei ist auch das geschafft.. Mit dem befriedigenden Gefühl, wieder ein paar Dinge erledigt zu haben, komme ich heute erst weit nach Mitternacht ins Bett.

Samstag, 15. Dezember 2012

Capitana returns

Donnerstag, 13. Dezember 2012, Curacao Marine, Capitana returns

Ist das nicht schön? Christine hat sich entschlossen, wieder an Bord zu kommen und so werden wir uns hoffentlich einige weitere Schönheiten dieser Welt gemeinsam mit Hilfe der Gipsy IIII erschließen können. Christine und ich waren davon ausgegangen und bereit, die Reise als 3er Crew fortzusetzen. Da Lisa sich diese Konstellation aber nicht vorstellen konnte, hat sie heute “abgeheuert”. Sie hat einen anderen Skipper gefunden und wird mit ihm hoffentlich die Erfüllung ihres Traums vom Blauwassersegeln erleben. Ich wünsche Ihr das jedenfalls sehr.

Dementsprechend war der heutige Tag mit Packen und Behördengängen ausgefüllt.

Um nach Lisas Abgang nicht einen kulinarischen Absturz zu erleben, bemühe ich mich heute einmal, ganz für mich allein, ein Festessen auf die Beine zu stellen, was mir ausgesprochen gut gelingt. Es gibt eine Gemüsepfanne, bestehend aus Zwiebeln, Süßkartoffeln, Karotten, Paprika, Ingwer, Knoblauch, gewürzt mit Chili, Tandoori-Mischung, Pfeffer und Salz. Eigentlich hätte auch noch eine Planteen (Kochbanane) hinein sollen, aber die habe ich schlicht vergessen (wird morgen in der zweiten Hälfte verarbeitet).

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In Punda treffen wir uns mit Atmo und Petra auf ein Bier

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Hier ist alles farbenfroh, selbst die Busse

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Mein heutiges Abendessen ist ausgesprochen gut gelungen

 

Freitag, 14. Dezember 2012, Curacao Marine, Einkauf Tauchflasche und Regler

Andreas von der Aphrodite hat einen gebrauchten Lungenautomaten (1. und 2. Stufe) zu verkaufen. Das nehme ich zum Anlass, zu einem Tauchshop zu fahren, und eine kleine Pressluftflasche mit 4 Liter Volumen zu kaufen. Mit dem Fahrrad lässt sich hier doch einiges erledigen, und so fahre ich nach dem Einkauf gleich weiter zur nächsten Dive-Basis, um die frisch erworbene Flasche mit Pressluft füllen zu lassen. 220 Bar kommen hinein, das sollte etwa für 15 bis 20 Minuten tauchen reichen, je nachdem, in welcher Tiefe man sich befindet. Was will ich mit so einer kleinen Flasche? Das ganze soll lediglich für einen speziellen Notfall herhalten. Nämlich dann, wenn sich der Anker einmal in größerer Wassertiefe unter einem Riff, Steinen, schwerem Gerümpel (wie Autos, dicken Ketten, Kabeln, etc.) so verhaken sollte, dass man ihn an der Kette nicht nach oben bekommt. Bis 10 Meter Tiefe ist das auch ohne Gerät kein Problem, aber wenn man einmal auf 20 Meter Wasser ankert und so etwas passiert, ist ohne entsprechendes equipment nichts zu machen. Für diesen Fall kann ich auch auf eine Tarierweste und Finimeter verzichten. Muss mir nur noch eine Konstruktion ausdenken, wie ich die Flasche am Rücken befestige.

Am Nachmittag radle ich in die Stadt, um meine SIM Karte zu verlängern. Wie immer, muss man im Digicel Laden etwas Geduld mitbringen. Heute bedienen nur zwei Mädels und ich stehe bestimmt eine halbe Stunde in der Schlange. Auch mit meinem Anliegen ist die Lady sicher 10 Minuten beschäftigt.

Seit gestern Nachmittag ist wieder herrliches Wetter angesagt. Der Wind hat nachgelassen und der Himmel ist fast wolkenlos.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Kleinere Arbeiten an Bord

Dienstag, 11. Dezember 2012, Curacao Marine, Einkaufen mit dem Fahrrad

So lange wie heute habe ich lange nicht geschlafen. Um zwanzig vor neun komme ich aus der Koje. Nach unserem üblichen Obstsalat-Joghurt-Frühstück ist Administration angesagt. Am Nachmittag fährt Lisa noch mal mit dem Bus nach Spanish Water, um Petra und Atmo auf der Elfrun zu besuchen. Wir treffen uns bei Sonnenuntergang in der Stadt am Busbahnhof und gehen gemeinsam essen. Vorher war ich mit dem Fahrrad zum einkaufen gefahren. Ist gar nicht so weit zum Albert Hejn Supermarkt. Mit zwei Rucksäcken bekomme ich schon einiges transportiert. Heute geht es in erster Linie um Obst, Joghurt und Brot. In Punda kaufe ich noch ein paar Nähutensilien, wie Reißverschluss und Klettband ein.

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Bei meinem Stadtspaziergang erkunde ich auch einmal das Rif Fort in Otrabanda. Dies ist die Zone der Kreuzfahrtschiffanleger. Entsprechend viele Lokale und Geschäfte gibt es hier

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Sieht jedes mal weider toll aus, besonders im Licht der tiefstehenden Abendsonne: Die Schottegatseite von Punda mit der Princess Emma Bridge, die die beiden Stadtteile von Willemstad, Punda und Otrabanda, verbindet

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Einige kleinere Arbeiten der vergangenen Tage: Zweite Leselampe, Kettenstopper im Ankerkasten, 12V-Steckdosen in der Achterkammer und in der Instrumtentafel

 

Mittwoch, 12. Dezember 2012, Curacao Marine, UV-Cover für die Gurtbandrolle

Nachdem nun der ganze Kleinkram zusammen ist, mache ich mich heute morgen daran, einen Überzieher für die Gurtbandrolle zu nähen. Irgendwann auf halber Strecke streikt die Nähmaschine plötzlich. Auf der Unterseite bildet sich immer ein dicker Fadenwust. Erst glaube ich, das liegt daran, dass zwei Lagen von dem dicken Tuch und das Klettband zu dick sind, aber das hatte ich vorher auch schon ohne Probleme genäht. Irgendwann fange ich dann an, alle beweglichen Teile der Maschine zu ölen, in Ermangelung von Nähmaschinenöl mit WD40. Tatsächlich hat das geholfen. Anschließend lief das Ding wieder famos. Mit dieser Aktion bin ich bis nachmittags 4 Uhr beschäftigt.

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Zuschnitt

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Klettband im Kreis aufnähen, ist gar nicht so einfach

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Mit dem fertigen Werk bin ich dann halbwegs zufrieden. Schönheitsnoten wären im Detail noch verbesserungsfähig, aber den Zweck wird das Ding erfüllen (UV-Schutz für das Gurtband. Die Bruchlast des immerhin über 300 Euro teuren 50 Meter Gurts wird durch permanente Sonneneinstrahlung irgendwann deutlich reduziert)

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Dienstag, 11. Dezember 2012

Zwei mal Punda

Sonntag, 9. Dezember 2012, Curacao Marine, zum Eis essen in die Stadt

Vor dem Frühstück finalisiere ich den Einbau der Box mit dem 220 Volt Anschluss. Der Tag vergeht mit Lesen, Internetten, PC-Arbeiten, Skypen. Um 17 Uhr gehen wir nach Punda zum Eis essen und werden auf dem Weg von einem kräftigen Regenschauer überrascht. Auf dem Rückweg schauen wir uns kurz eine open air Veranstaltung an. Wird wohl so eine Art Weihnachtsfeier sein. Jedenfalls tanzen und singen Kinder und Jugendliche vor einem Gebäudekomplex. Technisch ist alles ziemlich aufwendig gemacht. Alle Kinder sind mit Funkmikros ausgerüstet und der Sound ist ziemlich gut und laut.

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Open Air Veranstaltung am Abend. Hier passen Rap und Weihnachtsmusik und –schmuck nahtlos zusammen

Montag, 10. Dezember 2012, Curacao Marine, neuer Ankerstopper und ein paar Einkäufe

Um die reparierte Ankerwinsch noch schneller zu entlasten, wenn der Anker am Grund ist, installiere ich eine Leine mit Kettenfanghaken, die fest im Ankerkasten angespleißt ist. Dafür wird ein stabiler U-Bügel eingeschraubt. Wenn jetzt der Anker am Meeeresboden liegt und die Kette so weit gesteckt ist, wie nötig, kann schnell der Fanghaken in die Kette geklinkt werden, damit beim Einrucken und Festfahren die Last nicht auf die Winsch und deren Getriebe kommt.

Am Nachmittag gehen wir in die Stadt und erledigen ein paar Dinge von der Einkaufsliste: Ich bekomme eine Ersatzkamera für meine defekte Unterwasser-Olympus TG 810, und zwar das Nachfolgemodell 820 zu einem sehr akzeptablen Preis. Dann folgt ein Abstecher bei Digicell mit der Folge, dass ich die SIM Karte des iPhones nun endlich auch als Hotspot für den PC an Bord nutzen kann. Bisher musste ich, um Internet-Empfang zu haben, mit dem Laptop immer zum Office gehen. Lisa kauft eine neue Armbanduhr und schließlich kriegen wir auch noch Stoff und Nähgarn. Damit soll in den nächsten Tagen eine „Kapuze“ für unser Ankergurtband gebastelt werden. Andreas von der Aphrodite hatte erzählt, dass diese Gurtbänder UV-anfällig sind und im Laufe der Jahre ihre hohe Bruchlast von 4 Tonnen in drastischer Weise einbüßen. Das wollen wir doch vermeiden.

Am späteren Nachmittag fahren wir noch nach Spanish Water, um Atmo zu treffen. Der Besuch ist aber relativ kurz, denn wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Bar am Fischereihafen geschlossen hat. Wir sind erst um 8 wieder an Bord zurück und Lisa schmurgelt uns noch was feines in der Pfanne.

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Angeblich das meistfotografierte Gebäude der Insel: Die Stadtbibliothek in Punda

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