Dienstag, 16. Februar 2016

Von Dubbo nach Narrandera

Dienstag, 16. Februar 2016. Von Dubbo nach Narrandera, 410 km. Fastenbrechen, 1. Aufbautag

Gleich vorweg: Auch heute verspüren wir keinen Hunger, obwohl wir morgens und mittags je einen Apfel und am Abend eine ungesalzene Suppe (meine Mutter würde sagen: „Die ist aber etwas flepp.“), bestehend aus zwei Kartoffeln und viel Gemüse, zu uns nehmen. Morgen darf es dann schon etwas mehr sein.

Wir starten heute um 8 Uhr. Im Laufe des Vormittags legen wir einen interessanten, einstündigen Besichtigungsstop am CSIRO Parkes Radio Telescope ein. Zwar nicht ganz so imposant wie das weltgrößte, das wir 2012 in Puerto Rico besichtigt hatten, aber die Informationen sind toll aufbereitet und wir erfahren wieder einmal einige neue Dinge über unser Weltall. Mittagspause in West Wyalong, um 15 Uhr erreichen wir unser heutiges Ziel, den Lake Talbot Tourist Park in Narrandera. Dieses Mal haben wir ausgesprochenes Glück. Für in etwa den gleichen Preis wie an den beiden vergangenen Tagen bekommen wir heute deutlich mehr geboten, eine tolle Cabin. Ziemlich neu, groß, mit eigenem Balkon und Blick auf den Lake Talbot.

Nachdem wir noch schnell in den Ort gefahren sind, um die Utensilien für die Suppe zu kaufen, die Christine heute nach Buchingers Rezept kocht, machen wir anschließend eine zweistündige Wanderung am schmalen See entlang. Der Himmel ist wolkenlos, den ganzen Tag schon, aber die Temperaturen sind deutlich niedriger. Heute kommt das Thermometer nicht über 26 Grad hinaus. Als wir am Abend mit Genuss unsere Gemüsesuppe draußen auf dem Balkon essen, wird uns in kurzen Hosen und T-Shirt schon etwas frisch.

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Besichtigungsstop am CSIRO Parkes Radio Telescope “The Dish”

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Landschaft neben der Straße. Unendliche Weiten

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Zeitweilig sehen wir mehr solcher Trucks, als PKWs

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Im Stadtzentrum von Narrandera

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Heute bekommen wir deutlich mehr fürs Geld, als gestern und vorgestern

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Was ja wohl bedeutet, dass man Männer beim Pinkeln nicht fotografieren sollte. Interessant, dass das einer Erwähnung bedarf (gesehen beim ziemlich großen Schwimmbad, das an den Campingplatz grenzt)

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Am späten Nachmittag noch ein 2-Stunden-Hatsch am Lake Talbot entlang

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Der See ist auf der Südseite mit dichtem Eukalyptuswald gesäumt, an dem wir längsmarschieren. Dort soll es viele Koalas geben. Wir sehen aber keinen

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Unser Bungalow für heute liegt links neben meiner Fingerspitze

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Diese Fußgänger- und Radbrücke wurde 2013 installiert. Sieht viel älter aus? Ist sie auch. Weil eine neue Brücke 1 Mio AUD gekostet hätte, hat man Teile einer Brückenkonstruktion von 1943 verwendet. Mit viel freiwilliger Arbeit ist das Projekt dann für 100.000 AUD realisiert worden

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Diese Gelbhaubenkakadus gibt es hier zu tausenden. Man sieht sie häufig, aber sie sind scheu und lassen einen nicht dichter als bis auf 10 bis 15m heran. Für eine Großaufnahme reichen unsere Kamerakapazitäten jedenfalls nicht.

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Im Lake Talbot Tourist Park. Hier sind höchstens 10 Prozent der Stellplätze belegt. Man merkt deutlich, dass wir jetzt in der Nebensaison sind

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Nach den zwei Äpfeln heute, kocht uns Christine als erste Mahlzeit nach 10 Fastentagen eine Suppe mit frischem Gemüse und zwei Kartoffeln. Schmeckt richtig gut, auch wenn kein Salz dran ist. Die Küchen der Cabins sind perfekt mit allem ausgestattet, was man zum Schmurgeln braucht.

Montag, 15. Februar 2016

Von Goondiwindi nach Dubbo

Montag, 15. Februar 2016. Von Goondiwindi nach Dubbo, 483 km. 10. Fastentag.

Um sechs Uhr stehen wir auf und trinken erstmal in aller Gemütsruhe unseren Tee mit Honig. Bevor wir losfahren, will ich noch die lästige Bezahlung der Mautgebühren erledigen, die gestern in Brisbane angefallen sind. Auf den Mautstrecken, wie Tunnels und Brücken in Brisbane, gibt es keine Stationen, wo man anhalten und cash zahlen müsste, sondern die Autos werden automatisch fotografiert und dadurch registriert. Zahlen kann man online auf der Go Via homepage, indem man ein Konto einrichtet oder auch telefonisch.

Gestern hatte ich mich schon mehrmals im Laufe des Tages bemüht, einen Account einzurichten, aber alle Bemühungen, Zugang zur website zu bekommen, waren vergeblich. Ist sicher eine Stunde oder mehr draufgegangen dafür. Dann hatte ich es telefonisch versucht. Eine Computerstimme lotst einen durch ein Frage- und Antwortspiel. Nachdem ich 5 oder 6 Fragen zur Zufriedenheit der synthetischen Lady beantwortet hatte, wollte sie dann partout nicht mehr mein buchstabiertes „WAP“ des Kennzeichens verstehen. Nach drei Versuchen hat sie dann das Gespräch beendet wegen Missverständnisses. Na super! Da es gestern also nicht geklappt hat, versuchen wir es heute Morgen zu Business-Zeiten noch einmal. Ich gerate an eine nette Lady (eine echte, diesmal), die mir zunächst mitteilt, ich könne das doch auch online machen. Hahaha. Schließlich bequemt sie sich dann, nachdem ich Autokennzeichen und ein paar andere Dinge genannt habe, in ihr System zu schauen. Dauert lange. Dann endlich vermeldet sie, es lägen noch keine Umsätze vor, ich solle am Nachmittag wieder anrufen. Nee nee, dann hänge ich wieder ewig in der Warteschleife. Ich will es jetzt erledigen. Von den Recherchen weiß ich schließlich, dass man sich auch einen Tagespass einrichten kann, und zwar auf einen ganz bestimmten Tag, sogar die Uhrzeit kann man eingrenzen. Widerwillig erklärt sie sich bereit und will noch mehr Daten von mir haben. Ihr System ist langsam heute, erklärt sie. Ja, das merke ich. Nach 25 Minuten Telefonat ist das Thema auch schon erledigt. Und das alles für vermutlich 7 oder 8 Dollars, die da zu blechen sein werden.

Um 0740 starten wir. Nach Queensland-Zeit. In New South Wales (NSW) ist es schon eine Stunde später, denn dieses Bundesland hat Sommerzeit. Auch heute fahren wir wieder ausschließlich auf Landstraßen mit Gegenverkehr. Highways mit Doppelspuren gibt es auf dieser Strecke offenbar nicht. Aber man kommt trotzdem gut voran, denn Bremsen braucht man so gut wie gar nicht. Der Tempomat ist hier das wichtigste Zubehör im Auto. Zwischen den Ortschaften liegen oft 100 Kilometer und auf dem Weg sieht man kaum ein einziges Haus.

Mittags machen wir eine Pause im 5500-Seelen-Ort Narabri. In einer Westpac-Filiale wollen wir 1000 US-Dollar, die wir noch in bar dabei hatten, gegen australische Dollars eintauschen. Diese Aktion toppt dann sogar noch das, was wir heute Morgen mit der Telefonlady von Go Via erlebt hatten. Selbst in Fiji, wo es ja auch so ein Drama war, ein paar Fiji-Dollars in Vanuatu-Kohle umzuwandeln, ging es schneller. Wir werden registriert und was weiß ich nicht noch alles. Schließlich müssen zwei Bankladies den Zettel unterschreiben. Jedenfalls dauert das bisschen Geldwechseln geschlagene 35 Minuten. Die Leute, die hinter uns in der Schlange stehen, tun mir leid, denn es ist nur ein Schalter geöffnet und den blockieren wir länger, als die Mittagspause der meisten Wartenden dauern dürfte.

Der nächste Ort auf der Strecke hat den tollen Namen Coonabarabran, zweieinhalbtausend Einwohner. Wir fahren nur hindurch. Die Straßen sind gut, es hat wieder 36 Grad und wir cruisen etwa 200 Kilometer lang durch Wald, fast ohne Unterbrechung. Am Straßenrand liegen unendlich viel Plastikflaschen und Dosen. Die Aussies werfen offenbar alle Verpackungen von dem Zeugs, was sie während der Fahrt konsumieren, aus dem Fenster. Tote Känguruhs gibt es auch wieder, allerdings zählen wir heute nur neun.

Um 16 Uhr kommen wir in Dubbo an, einer 33.000 Einwohner zählenden Stadt (hier in der Gegend eine Großstadt) mit Universität. Es gibt 5 Campgrounds. An den ersten beiden fahren wir vorbei, bei Poplars Caravan Park bleiben wir. Eine Stunde später drehen wir eine Runde durch die nahe gelegene Einkaufszone der Stadt, kaufen uns jeweils noch ein paar Sandalen und sind um 1815 wieder „zu Hause“.

Heute ist unser letzter Fastentag. Die 10 Tage haben keinerlei Mühe bereitet und es wäre kein großes Problem, noch weitere Tage anzuhängen. Es ist nicht einmal so, dass wir uns riesig auf irgendein bestimmtes Essen freuen, aber ein Kaffee am Nachmittag und a Glaserl Wein am Abend wäre doch mal wieder ganz fein. Die nächsten beiden Tage werden vermutlich die schwierigsten, denn das Fastenbrechen muss langsam und sinnvoll gestaffelt erfolgen. Dann wird wohl auch der Hunger wieder einsetzen, gegen den man dann zwei bis drei Tage lang ankämpfen muss, wenn die ganze Sache nicht für die Katz gewesen sein soll.

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Hauptstraße in Narrabri. Hier sind wir um die Mittagszeit und haben das tolle Wechselerlebnis in der Westpac Bank

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Die Straßen führen immer geradeaus, heute fast permanent durch Wald. Am Straßenrand liegt jede Menge Verpackungsmüll, vor allem Flaschen und Dosen

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Alle paar Kilometer zweigen staubige Dirtroads von der Hauptstraße ab, die sich scheinbar im Nichts verlieren

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Hier hat es wohl mal gebrannt, wie es aussieht

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Im Zentrum von Dubbo

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Unsere heutige Cabin auf dem Poplars Caravan Park.

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z2 Goondiwindi nach Dubbo

483 km von Goondiwindi nach Dubbo

Sonntag, 14. Februar 2016

Von Scarborough nach Goondiwindi

Sonntag, 14. Februar 2016, von Scarborough nach Goondiwindi, 390 km. 9. Fastentag

Die Sonne scheint. Beste Bedingungen, um das Boot zu verlassen. Um 9 Uhr sind wir so weit und sitzen im Auto. Als wir unser neu gekauftes TomTom einschalten wollen, funktioniert es nicht. Wir versuchen hin und her, stöpseln das USB-Kabel ein und aus, drücken den Ein-Aus-Schalter auf der Rückseite. Nichts zu wollen, das Ding läuft nicht. So’n Mist. Was machen wir jetzt? Schließlich ist heute Sonntag, da haben die Läden ja wohl nicht auf. Oder doch? Immerhin sind wir in Australien, da könnte es doch sein? Die Quittung haben wir im Wagen und da steht eine Telefonnummer drauf. Also rufen wir an, und siehe da, auch sonntags bis 18.30 geöffnet.

Also fahren wir zu Office Works. Vorm reingehen testen wir noch mal ausgiebig. Nicht, dass wir einen Vorführeffekt erleben und das Ding drinnen plötzlich funktioniert. Am Schalter erklären wir einer Angestellten das Problem. Sie bekommt das Ding auch nicht zum Laufen (eh klar, es gibt schließlich nur einen Schalter), sagt dann aber, sie müsse einen Serviceman kommen lassen. Der taucht 5 Minuten später auf und siehe da, als der Knabe im Anmarsch ist, funktioniert unser Gerät plötzlich wieder. Ich kann es mir nur so erklären, dass das Navi an der Windschutzscheibe in der Morgensonne zu warm geworden ist, und deshalb gestreikt hat. Im Geschäft ist es natürlich klimatisiert. Der Angestellte weigert sich, das Gerät zu tauschen, weil es ja funktioniert. Nach einigem Diskutieren schlage ich dann vor, das Tom Tom wieder an die Windschutzscheibe zu pappen und die Karre eine halbe Stund in der prallen Sonne stehen zu lassen. Dieweil schlendern wir durch ein paar andere Geschäfte. Als wir wiederkommen, arbeitet das Gerät einwandfrei, es scheint allerdings kurz ein popup auf, irgendwas von wegen „...zu warm geworden...“, oder so. Auch gut.

Also machen wir uns auf den Weg, mit etwa anderthalb Stunden Verspätung. Durch Brisbane hindurch ist es trotz Navi schwierig, denn es gibt ewig lange Tunnel, in denen es Abzweigungen gibt. Aber irgendwie treffen wir jeweils die richtigen Entscheidungen und sind bald aus der Stadt raus. Die Landschaft wird weiträumig und die Ortschaften liegen weit auseinander. Auf dem Hinweg nach Melbourne wollen wir im Landesinneren fahren und deshalb müssen wir zunächst etwas nach Westen. Wir sind erstaunt, auf welch kleinen Straßen das Navi uns auf schnellstem Weg leitet. Minutenlang kommt uns kein Auto entgegen, in unserer Richtung sehen wir naturgemäß dann fast sowieso keine anderen Fahrzeuge. Dafür Känguruhs. Und zwar tote. Auf einem Abschnitt von etwa 150 km zählen wir 16 Stück, z.T. ziemlich große Brocken in unterschiedlichsten Zuständen. In der Dämmerung und nachts sollte man mit dem Auto möglichst gar nicht unterwegs sein, denn das Risiko, von so einem Viech gerammt zu werden, soll ziemlich groß sein. Heute bekommen wir eine konkrete Vorstellung davon, dass dem wohl wirklich so ist.

Unser Auto macht sich gut. Wir fahren permanent mit Tempomat und halten uns strikt an die Begrenzung, meistens 100 km/h. Zu schnelles Fahren ist in down under nämlich recht teuer. Zwei Kilometer pro Stunde zu schnell, kann gleich einmal 150 Dollar kosten. Trotzdem kommen wir gut voran und landen um 16 Uhr in Goondiwindi, einer Kleinstadt in the middle of nowhere, wo wir eine Cabin im Rivergums Caravan Park nehmen. Die Unterkunft ist mit kompletter Küche und Bad ausgestattet. Nicht üppig, aber sauber und zweckmäßig. 80 AUD finden wir dafür nicht zu teuer. Wir räumen nur unser Waschzeug und etwas Wäsche aus dem Wagen und erkunden dann zu Fuß den Ort, an dem heute am Sonntag nicht viel los ist. Der Macintyre River in der Nähe trennt Queensland von New South Wales. Auf einer Brücke überqueren wir den Fluss und befinden uns kurzzeitig im nächsten Staat. Um 18 Uhr sind wir zurück und setzen uns draußen vor unserer Cabin an einen Tisch und schreiben. Es ist immer noch ziemlich warm, aber nicht mehr die 36 Grad, die wir heute tagsüber hatten.

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Um 9 Uhr sind wir startklar

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Auch Straßen dieser Kategorie gehören zur Strecke, die uns auf schnellstem Wege nach Melbourne bringen soll

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Hier ist alles weit, breit, großflächig. Diese Olivenbaumplantage ist mehrere Kilometer lang

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Schilder, die vor Übermüdung warnen, stehen hier alle paar Kilometer, und zwar in immer anderer Form. Schon das Lesen hält einen vom Einschlafen ab

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Das soll ja wohl heißen: Rest or Rest In Peace, also Raste oder Ruhe in Frieden (Amen!)

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Und hier ruht schon eines in Frieden. Känguruhs sehen wir heute nur in dieser Form. Die lebenden wären uns lieber, allerdings weit entfernt von unserem Auto

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Hier übernachten wir heute, in Cabin No 2, …

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… die von innen so aussieht

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Toiletten für Colts und Füllen

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Der Macintyre River trennt Queensland von New South Wales und ist zur Zeit ziemlich murky. Er kann aber auch über die Ufer treten und die ganze Stadt unter Wasser setzen, was schön öfter vorgekommen ist. Die meisten Häuser im Ort sind deshalb auf “Stelzen” errichtet

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On the way into the next state. Brücke über den Macintyre River

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Dieses Denkmal erinnert an die verschiedenen verheerenden Überschwemmungen des Macintyre

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Goondiwindi ist unglaublich großzügig angelegt. Manche Straßen sind dreimal so breit, wie nötig wäre

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Unsere heutige Route von Scarborough nach Goondiwindi. Wir fahren genau 390 km

Samstag, 13. Februar 2016

Abreisevorbereitungen

Samstag, 13. Februar 2016, Redcliffe Marina. Den 8. Fastentag verbringen wir fast ausschließlich mit Abreisevorbereitungen

Der Tag beginnt wieder mit Yoga bzw. Walking für Christine. Dann fangen wir an, unsere Sachen zu packen und das Boot für unsere Abwesenheit vorzubereiten. Die Klamotten, die an Bord bleiben verpacken wir wieder in große Vakuumbeutel, denen man mit dem Staubsauger die Luft entziehen kann. Das hatten wir beim letzten Mal, als wir das Boot verließen, auch schon so gehandhabt und die Erfahrungen waren gut. Früher hat alles immer etwas muffig gerochen und eigentlich hätte man das ganze Zeug gleich in die Waschmaschine schmeißen müssen. Das spart man sich auf diese Weise. Interessant übrigens, dass man so unheimlich viel Garderobe in einen Schrank bekommt. Ohne Luft schrumpfen die Sachen nämlich ganz erheblich.

Am Vormittag macht uns ein Dauerregen von mehreren Stunden fast einen Strich durch die Rechnung, aber am Nachmittag wird es dann wieder schön, so dass wir am Abend sogar schon das Bimini und die Sprayhood wegnehmen. Falls es morgen noch regnen sollte, könnten wir die Persennings nämlich nicht unter Deck verstauen, sondern müssten warten, bis das Tuch wieder getrocknet ist.

Am Nachmittag befüllen wir nach und nach den Kofferraum unseres Wagens. Als erstes kommt die schwere Rettungsinsel rein, denn die wollen wir in Melbourne zum längst fälligen Service bringen. Das Ding nimmt ganz schön viel Platz ein, aber wir bekommen unsere Siebensachen doch alle gut untergebracht.

Da wir heute ziemlich anstrengend gearbeitet haben, fällt die abendliche Walkingtour kurz aus. Wir gehen nur bis zur Scarborough Marina, um Marie-Luce und Didier unseren Bootsschlüssel zu bringen. Die beiden haben sich freundlicherweise wieder bereit erklärt, von Zeit zu Zeit nach der Gipsy zu schauen. Vielen Dank Euch beiden. Morgen im Laufe des Vormittags werden wir dann also nach Süden aufbrechen.

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Die Rettungsinsel ist sehr schwer. Deshalb hieven wir sie mit dem Spinnakerfall von Bord. Wir nehmen sie mit, um sie in Melbourne zum Service zu bringen

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Am Abend nehmen wir sicherheitshalber schon mal Bimini und Sprayhood weg

Freitag, 12. Februar 2016

Neue Dieseltank-Dichtung

Freitag, 12. Februar 2016, Redcliffe Marina, Scarborough. Siebter Fastentag. Neue Dichtung für den Dieseltank, Vorbereitungen für die Landreise

Auch am siebten Fastentag verspüren wir keinen Hunger und heute geht es uns beiden sogar ausgesprochen gut. Wie an den vergangenen Tagen, beinhaltet unser Programm auch heute zwei leichte Sporteinheiten von einer guten Stunde, eine davon gleich nach der ersten Tasse Tee am Morgen, die zweite am späten Nachmittag, entweder Walken oder Radfahren, bei mir manchmal auch Yoga. Pro Tag trinken wir viel Wasser und Kräutertee, davon bis zu 3 Tassen mit Honig gesüßt. Mittags eine Schale klare Gemüsesuppe und abends ein Glas frisch gepressten Orangensaft. Außerdem gehören am Morgen nach der Sporteinheit eine heiß-kalt-Dusche und nach dem Mittagessen ein zwanzigminütiger Leberwickel zur Buchinger-Kur.

Die Yoga-Runde gelingt mir diesmal ganz gut. Die Rückenschmerzen sind verschwunden und ich bin überrascht, dass die Biegsamkeit der Wirbelsäule unter der zweiwöchigen Abstinenz offenbar nicht gelitten hat. Nur bin ich etwas schneller aus der Puste als sonst und muss deshalb zwischen den Übungen kleine Pausen einlegen.

Dann präparieren wir das Auto für unsere Rundreise, installieren das TomTom und verstauen Abschleppseil, Verbandkasten (keine Pflicht hier in Australien, deshalb war auch keiner im Wagen) und vor allem auch unsere elektrisch betriebene Kühlbox so, dass nichts durch die Gegend fliegen kann.

Ein Anruf bei Ludowici in Brendale ergibt, dass unsere Dichtung für den Dieseltank produziert worden ist. Also fahren wir 25 km dorthin, um sie abzuholen. Wir nehmen Didier mit und gehen anschließend im Kippa-Ring größere Mengen Getränke einkaufen, damit Marie-Luce und er die großen Gewichte nicht im Bus transportieren müssen.

Nach dem Mittagsschlaf machen wir uns daran, die Dichtung im Dieseltank auszuwechseln. Obschon wir 30 Liter abgepumpt haben, schwappt der Tank fast noch über, als ich mit meinem Arm in das Inspektionsloch greife, was erforderlich ist, um die Mutter unten vom Flansch drehen zu können. Dann muss ich peinlicherweise feststellen, dass ich mir den Durchmesser der Dichtung falsch gemerkt hatte. Statt 50 mm Innendurchmesser, den unsere neue, 35 Dollar teure und dieselfeste Dichtung nun hat, hätten es eigentlich 55 mm sein müssen. So ist es etwas mühsam, das Gummi nun über das Gewinde zu bekommen. Wird etwas gedehnt, aber das wird das Material ja hoffentlich aushalten. Nach einer halben Stunde ist der Job getan und wenn man uns tatsächlich dieselfestes Gummi verkauft hat, ist dieses Thema wohl ein für alle Male erledigt.

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Die Fahrräder in der kleinen Kabine zu verstauen, ist immer eine mühsame Angelegenheit. Wenig Platz, eng, und die Räder müssen in einer ganz bestimmten Konstellation zueinander in den schmalen Raum zwischen Innen- und Bordwand geschoben werden.

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Der Dieseltank ist noch so voll, dass er fast überläuft. Der Ellbogen muss auch noch rein, damit ich von unten an die Mutter des Flansches komme

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Auf unserer abendlichen Walkingrunde nach Newport sehen wir diese Gruppe von Pelikanen

Donnerstag, 11. Februar 2016

Viel Administration

Donnerstag, 11. Februar 2016, Redcliffe Marina, 6. Fastentag und 6 Stunden am Computer

Zur Abwechslung fahren wir heute Morgen mal eine Dreiviertel Stunde Fahrrad. Dann stehen für mich jede Menge Administrationsaufgaben auf dem Programm (einige umfangreiche emails mit Banken und Versicherungen in der Heimat, Anmeldung beim NRMA, dem australischen ADAC, Karten-update fürs TomTom, usw.), die mich etwa 6 Stunden beschäftigen, während Christine das Boot sauber hält und Vorbereitungen für unsere Reise gen Süden trifft.

Unter anderem buchen wir heute auch die Fähre nach Tasmanien, wobei wir dafür schon fast zu spät dran sind, denn am gewünschten Termin ist schon alles ausgebucht. Aber zwei Tage später, am 21. Februar, bekommen wir noch einen Platz. Sicherheitshalber haben wir auch gleich die Rückfahrt reserviert, 16 Tage später. Wir wollen entweder Sonntag oder Montag von hier aufbrechen und in drei Etappen die etwa 1800 km bis Melbourne fahren. Die Fährgesellschaft hat übrigens eine interessante, um nicht zu sagen unverständliche, Preispolitik. Die Beförderung zweier Personen kostet viermal so viel, wie die des Autos. Eine Kabine mit Schlafmöglichkeit kommt noch obendrauf.

Unsere Abendrunde machen wir heute gemeinsam mit Marie-Luce und Didier bei schönstem Wetter und heute nicht so starkem Wind auf dem so schönen Rad/Wanderweg nach Westen Richtung Newport. Am Kanal, der zur Newport-Marina führt, machen wir eine halbe Stunde Rast an einer Barbecue-Station (ohne BBQ), bevor wir uns auf den Rückweg begeben.

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Unsere Radtour um Halb sieben führt uns südlich bis nach Redcliffe

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Nicht nur wir sind schon sportlich unterwegs, sondern auch diese Wassergymnastikgruppe im Swimming Pool gleich neben dem Radweg, der übrigens öffentlich und für jedermann frei zugänglich ist.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Jetzt aber …

Mittwoch, 10. Februar 2016, Redcliffe Marina. Am fünften Fastentag bekommen wir endlich unser Auto

Um 10 Uhr sind wir beim Northstar Autohaus. Carlos erwartet uns bereits. Der zweite Schlüssel ist organisiert und sonst ist auch alles in die Wege geleitet (das Manual wurde bestellt und soll in zwei Tagen da sein). Die Haftpflichtversicherung für Personenschäden hat man bereits mit der Registrierung bezahlt. Die ist obligatorisch und wird zusammen mit den Steuern staatlicherseits eingezogen. Alles andere ist freiwillig. Man wird also nicht gezwungen, eine Versicherung gegen Vermögensschäden abzuschließen, was bedeutet, dass es einem durchaus passieren kann, dass ein Unfallgegner nicht versichert ist und möglicherweise den Schaden, den er als Verursacher an unserem Fahrzeug angerichtet hat, nicht bezahlen kann. Wir schließen ein Kombipaket ab, in dem Sachschäden bis 20 Mio AUD und einige Kaskoelemente abgedeckt sind. Das geht ganz fix im Autohaus.

Mit frisch gewaschenem und vollgetanktem Auto machen wir uns dann auf den Weg. Zunächst mal stadtauswärts, etwa 15 km bis zu einem Autozubehörladen, wo wir hoffen, eine passende Flach-Dichtung für den Dieseltank zu bekommen. Fehlanzeige. In diesem Industriegebiet gibt es aber auch noch eine Reihe anderer Betriebe, u.a. welche, die Yamaha und Suzuki Bootsmotoren verkaufen. Dort gehen wir rein. Auch hier hat man zwar keine passende Dichtung, dafür aber wertvolle Ratschläge auf Lager. In beiden Firmen ist man sehr hilfreich und recherchiert im Computer. Der Mann bei Yamaha macht uns auf Ludowici aufmerksam, eine Spezialfirma für Dichtungen, etwa 20 weitere Kilometer entfernt. Da wir eine Telefonnummer haben, rufen wir dort erst einmal an. Nein, auch in diesem Laden haben sie so eine Dichtung nicht auf Lager, aber sie können eine anfertigen, und zwar für 32 Dollar. Ok, die bestellen wir. Am Freitag sollen wir sie abholen können.

Auf dem Rückweg in die Stadt liegen an der Einfallstraße eine Menge Groß- und Einzelhandelsbetriebe sowie KFZ-Firmen. Wir stoppen und kaufen uns ein Tom Tom sowie einen Dreierverteiler für 12 V Steckdosen, den man in die Zigarettenanzünderbuchse stecken kann. Dann zum Kippa Ring Shopping Center, wo wir uns wieder einen frischen Orangensaft genehmigen und ein paar Dinge einkaufen. Wieder an Bord, müssen wir erstmal unseren ganzen Papierkram organisieren.

Außerdem machen wir natürlich auch heute wieder unsere morgend- und abendlichen Walkingtouren. Am Abend wären wir eigentlich gern ins Kino gefahren, jetzt wo wir beweglicher sind. Aber der einzige Film, der mich interessiert hätte (und in den Christine mir zuliebe mitgegangen wäre), The Hateful 8, läuft erst um 21 Uhr, und dann drei Stunden lang. Das ist uns zu spät. Wir sind jetzt schon müde.

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Das ist also unser neues Vehikel, ein 1,8 l Toyota Corolla Ascent VVT-i Benziner mit Automatik, 100 kw, Baujahr 2010, 33.000 km gelaufen

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Auch heute trinken wir wieder frisch gepressten Saft im Shopping Center. Obwohl wir ja nun schon seit 5 Tagen nichts essen, sondern nur Wasser, Tee und Suppe trinken, verspüren wir auch in dieser Umgebung, wo alle Leute sich ordentlich Kalorien hinter die Kiemen schieben, keinen Hunger, sondern höchstens Gelüste, mit denen wir aber gut fertig werden.

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Natürlich nutzen wir gleich die Gelegenheit, mal wieder ein paar sperrige Dinge einzukaufen (z.B. jede Menge Küchenrolle, davon kann man schließlich nie genug haben),