Freitag, 16. Mai 2014

Fotos Suwarrow, Teil 2

  P5151276

Strandspaziergang mit Hängemattenpause

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

P5151310

Korallenbewachsene Muschelhälfte

P5151264

Heute Abend, am zweiten Tag unseres Hierseins, liegen schon 11 Boote vor Anchorage Island

DCIM\100GOPRO

Kleine Korallenpier vor Anchorage Island

P5151312

Zwiebelkuchen bei uns an Bord (15. Mai)

DCIM\100GOPRO

Am Mantaspot sehen wir keine Mantas, sondern nur einen Grauhai

DCIM\101GOPRO

Diese Tierchen schwimmen gern im Dutzend um unser Schiff herum

DCIM\101GOPRO

Diese Sorte Fisch sehen wir zum ersten mal

 DCIM\101GOPRO

GOPR1066

DCIM\101GOPRO

Ankerlieger vor Anchorage Island. Am Abend sind es heute, am 16. Mai, 14 Boote

GOPR1083

DCIM\101GOPRO

DCIM\101GOPRO

GOPR1108    GOPR1111

Unterwasserschiff mit Ruderblatt der Hydrovane

Donnerstag, 15. Mai 2014

Ganz allein auf Suwarrow

Mittwoch, 14. Mai 2014, Ankunft in Suwarrow, 6. Seetag, 49 sm dW und üG, Ganz allein auf der Insel

Auch heute wieder eine helle Vollmondnacht, unterbrochen von einem Squall um kurz nach Fünf. Auch zwei Blitze zucken über den Himmel, allerdings ohne Donner. Um 0610 "alter Bora Bora Zeit" zeigen sich die ersten Anzeichen der Morgendämmerung und um 0645 kommen die ersten Motus des Suwarrow Atolls in Sicht. Suwarrow wurde 1814 von der Besatzung des russischen Frachters Suvorov entdeckt, gehört zu den nördlichen Cook Inseln und ist generell unbewohnt. Von Juni bis November werden zwei Ranger entsandt, die für den geregelten Ablauf im Nationalpark sorgen und von den Seglern Gebühren (50 Dollar) einheben sollen. Das Atoll ist 15 mal 13 km groß, hat aber nur 0,4 qkm Landfläche, alles andere ist Lagune zwischen den Riffen und Motus.

Um halb Acht, exakt zur Hochwasserzeit laut Navionics, fahren wir in den Pass ein. Eigentlich sollte Stillwasser herrschen, aber uns kommt zeitweilig ein Strom von 4 Knoten entgegen. Als wir hinter das größte Motu, Anchorage Island, einbiegen, sind wir überrascht, als wir entdecken, dass kein einziges Schiff hier an dem einzigen erlaubten Ankerplatz liegt. Ist ja toll! So können wir uns in aller Ruhe ein schönes Plätzchen aussuchen, was trotzdem nicht so einfach ist, denn der Grund ist mit Korallen gespickt. Während wir also ein paar Kreise drehen, bekommen wir lebendige Begleiter. An die Zehn Schwarzspitzenriffhaie schwimmen um uns herum. Wir ankern zunächst auf 6 m, geben den Platz dann aber zwei Stunden später nach dem ausgiebigen Spiegelei-Frühstück wieder auf, weil wir zu dicht an flachem Wasser mit hoch aus dem Grund aufragenden Korallenköpfen gelandet waren. Nun fällt der Anker in 14 Meter tiefes Wasser. Beim anschließenden Schnorcheln und Tauchen zum Anker sind die Haie wieder unsere Begleiter. Obwohl wir ja wissen, dass die Riffhaie für Menschen ungefährlich sind, ist das Gefühl doch etwas anders, als im flachen Wasser Bora Boras, wo wir umringt von zig Touristen und in der Nähe verfügbarer Krankenhäuser waren. Wenn uns hier so ein Viech beißen würde, hätten wir sicher ein größeres Problem. Aber es passiert natürlich nichts.

Es scheint so zu sein, dass auch die Ranger noch nicht hier sind, zumindest sehen wir niemanden und es liegt auch kein Boot im Wasser. Kann es sein, dass wir wirklich ganz allein in diesem Atoll sind? Wir machen das Dinghy klar und fahren zum Motu mit der kleine Mole. Sieht alles verlassen aus. Wir begeben uns an Land und streunen über das Eiland. Es gibt ein paar einfache Bretterbuden, eine davon zweistöckig, deren obere Etage Wohnraum für die Ranger und unten eine offene Fläche für gesellige Zusammenkünfte bietet. Bunte Flaggen aus aller Herren Länder zeugen von den vielen Feten, die Segler hier mit den Verwaltern gefeiert haben müssen. Jetzt und hier ist aber tatsächlich niemand außer uns auf der Insel. Wenn wir nicht wüssten, dass die Felice heute noch einlaufen wird, wären wir die einzigen Menschen in fast 1000 km Umkreis. Das ist schon ein wahnsinniges Gefühl.

Wir wandern auf die Passseite des Motus, vorbei am Denkmal oder Grabstein von Tom Neal, eines neuseeländischen Schriftstellers, der hier Mitte des vorigen Jahrhunderts einige Jahre als Robinson verbracht und darüber ein Buch geschrieben hat. Eine Hütte beherbergt einen Book Swap. Sogar deutsche Bücher sind vorhanden. Man kann tauschen, Eins gegen Eins. Ansonsten Kokosnüsse satt und Unmengen von Ensiedlerkrebsen. Wir genießen die Einsamkeit, wohl wissend, dass sie in ein paar Stunden vorbei sein wird und in den nächsten Tagen 20 ARC Boote ankommen werden. Wir kommen angezogen auf die Insel und verlassen sie nackt. Ohne Klamotten Dinghyfahren ist auch für uns ein neues Erlebnis.

Um 1520 kommt die Felice an und ankert neben uns, etwas später noch ein weiteres Boot, das wir aber nicht kennen. Sundowner auf dem Kat von Conny und Wolfgang, um halb Fünf etwas früher als gewöhnlich, dazu noch zur Bora Bora Zeit, denn hier wäre es eigentlich erst halb Vier. Wir plaudern über tausend Sachen, insbesondere aber natürlich über die vergangenen fünf Tage auf See.

----------
radio email processed by SailMail
for information see: http://www.sailmail.com

Fotos Suwarrow, Teil 1

OLYMPUS DIGITAL CAMERA 

Vor dem Auslaufen von Bora Bora bringen uns Anita, Helena und Kolja noch ein paar Baguettes

P5091040

Nach dem Frühstück, vor dem Auslaufen: Schnell noch mal in den Mast, um Windmessgerätgeber und VHF-Antenne mit WD40 zu bearbeiten

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ein deutscher Einhandsegler auf “Living the Dream” fährt gleichzeitig mit uns aus dem Pass von Bora Bora

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sonnenaufgang auf See. Ab dem dritten Tag werden die Wellen höher

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Meistens haben wir zwischen 15 und 18 Knoten Wind, in Squalls aber deutlich mehr (25 bis 30 Kn) und zwischendurch, wie hier, auch mal weniger

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sonnenuntergang auf See

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einlaufen in den Pass von Suwarrow, morgens um halb Acht

 Suwarrow Track

Routenplanung und Track in den Pass von Suwarrow

P5141120

Wir sind ganz allein im großen Atoll. Kein Mensch weit und breit, weder auf dem Wasser, noch an Land

P5141128

Die Riffhaie schwimmen hier ständig ums Schiff, wir zählen ein ganzes Dutzend

P5141130

Kleine Steinmole für die Ranger, die ein halbes Jahr hier auf der Insel wohnen. Derzeit sind sie aber noch nicht da

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

P5141137

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

P5141159

Suwarrow ist einer breiteren Öffentlichkeit durch den Roman des Schriftstellers Tom Neale bekanntgeworden, der hier einige Jahre als Einsiedler gelebt hat

P5141162

Tom und Christine

P5141164

Sogar einen Bookswap gibt es hier und wir entdecken sogar 2 deutschsprachige Bücher. Wir tauschen auch eines und hinterlassen unsere Visitenkarte

P5141168

P5141173

Wenn die Ranger vor Ort sind, wohnen sie hier im oberen Stockwerk

P5141178

P5201496

Bemalte und beschriftete Flaggen, T-Shirts, Helme, zeugen von den vielen Seglern, die mittlerweile hier gewesen sind

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Überall liegen Kokosnüsse herum, die frische Triebe und Wurzeln bilden

P5141183

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf der Passseite der Insel. Von Lee nach Luv sind es vielleicht 200 Meter

P5141186

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Rauf auf die zweite Saling. Noch sind wir ganz allein hier, insgesamt für 7 Stunden

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 P5141215

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ankunft der Felice um 1520

Mittwoch, 14. Mai 2014

Von Bora Bora nach Suwarrow, 5. Seetag

Donnerstag, 13. Mai 2014, von Bora Bora nach Suwarrow, 5. Seetag, 146 sm dW, 148 üG, viel Wind

Wir erleben zwei schöne Vollmondnächte mit wenig Wolken am Himmel. Sowohl Beginn, wie Ende dieses Tages bescheren uns tolles Nachtsegeln. Die Wellenhöhe erreicht jetzt zwar 3 Meter, aber mittlerweile haben wir uns wieder an die Schaukelei gewöhnt. Auch Christine ist heute kopfschmerzen- und seekrankheitsfrei. Tagsüber bläst es stundenweise relativ stark. Interessanterweise immer dann, wenn dichtere Bewölkung aufzieht und manchmal auch etwas nieselt, pfeift es mit 20 bis 25 Knoten. In den sonnigen Phasen dazwischen sind es nur 15 bis 17. Wir sitzen heute viel im Cockpit und plaudern.

Gestern haben wir übrigens einen von unseren neuen, großen und teuren Ködern verloren. Die dickere Angelschnur (gut für 80 kg Zuglast) hatte ich auf der in der Karibik selbstgebauten Trommel aufgespult. Als Bremse war ein Gummizug eingehängt, der allerdings nur ein Spiel von etwa 20 cm zulässt. Das war wohl zu wenig. Wir haben gar nicht mitbekommen, dass ein größerer Fisch angebissen und das ganze Werkl ruck zuck abgerissen haben muss. So ist das Angeln etwas ineffizient und teuer.

Die Pacific High ist seit heute Morgen wieder in Bora Bora. Neben ihrem kaputten Großsegel haben sie nun auch noch Ärger mit ihrem Wassermacher. Die Felice liegt 45 Meilen hinter uns, was bedeutet, dass sie es wohl auch morgen noch im Tageslicht nach Suwarrow schaffen werden. Um Mitternacht liegen noch 46 Meilen bis zur Einfahrt in den Pass vor uns. Wir müssen jetzt achtgeben, nicht zu früh anzukommen, aber es schaut so aus, dass wir es ziemlich passend zum Stillwasser um 0730 schaffen könnten. Hoffentlich ist es dann schon hell genug, dass wir es wagen können, in den unbetonnten Pass zwischen den Motus und Riffen einzulaufen.

----------
radio email processed by SailMail
for information see: http://www.sailmail.com