Mittwoch, 18. April 2012

Im Uhrzeigersinn um Puerto Rico, 2. Tag

Montag, 16. April 2012, von Ponce über die Nordküste zurück nach Fajardo, 246 Meilen

Nach dem kargen Frühstück ist unser erster Stop in Paguera. Auch heute haben wir im Süden der Insel wieder einen wolkenlosen Himmel, was für uns sehr ungewöhnlich ist. In Puerto Rico ist das aber normales Südküstenwetter, da die nordöstlichen Winde die Wolken an den hohen Bergen aufsteigen und abregnen lassen. Deshalb ist Klima und Vegetation hier auch etwas verschieden vom Norden.

Unser Navigationsprogramm auf dem iPhone hilft uns, die Ziele passgenau anzufahren. Zweiter Stop in San Geman, einer Stadt mit wiederum sehr interessanter Architektur, teilweise gut erhalten, teils auch heruntergekommen und verfallen. Die Städte wirken auch heute wie ausgestorben, denn es ist Feiertag. Kriegt man halt auch im Stadtzentrum leicht einen Parkplatz. Über Cabo Rojo und Laguna de Joyuda geht es weiter nach Mayagüez, von dort aus an die Nordküste. Mittlerweile ist es Nachmittag und wir wollen gern noch die als äußerst sehenswert beschriebenen Höhlen im Camuy Caves Park ansehen. Die Strecke dorthin über Straßen niederster Kategorie ist ein Traum. Natur pur. Eine Kurve nach der anderen, wunderschöne Aussichten auf Binnenseen und bewaldete Berge. Als wir bei den Höhlen ankommen, ist es 16 Uhr und der Park hat schon geschlossen. Einlass bis 15.30 Uhr. Morgen geschlossen, erst Mittwoch wieder geöffnet. Wir sind begeistert.

Unser nächstes Ziel wäre nun das Astro-Observatorium in Arecibo, wo das größte Sternenteleskop der Welt steht. Erfahrung macht klug: Diesmal schauen wir lieber vorher nach den Öffnungszeiten und erfahren, dass auch diese Sehenswürdigkeit nur von Mittwochs bis Sonntags geöffnet ist. Tja, dann müssen wir wohl noch weiterfahren. Vielleicht eine Übernachtung in dem Badeort Dorado? Begeistert sind wir nicht, aber man kann ja mal schauen. Es gibt gar nicht so viele Hotels und als wir schließlich bei einem Resort fragen, erfahren wir, dass wir gerne eine Nacht für 1089 Dollar hier verbringen können. Danke schön, aber in dem Fall fahren wir doch lieber noch die eineinhalb Stunden bis nach Fajardo und sind um 21 Uhr wieder zu Hause.

Insgesamt sind wir an den beiden Tagen 350 Meilen oder etwa 560 Kilometer gefahren. Die Beschilderung auf den Autobahnen ist für uns oft etwas irreführend und besonders in der Nähe von San Juan gabeln sich die Bahnen häufig ohne lange vorherige Ankündigung. Da folgt man schnell einmal den falschen Spuren. Manche Teilabschnitte sind gebührenpflichtig, aber unser Leihwagen hat eine automatische Erkennung, so dass wir einfach durchfahren können. Beim passieren blinkt ein grünes Licht auf und gleichzeitig wird man geblitzt. Abrechnung läuft angeblich direkt auf die Kreditkarte. Bin mal gespannt, wieviel da später abgebucht wird.

 

 016a mageres fruehstueck

Der Tag beginnt mit einem spärlichen Frühstück. Toast mit Nutella und Kaffee. Auf Styroportellern und aus Papptassen

016b feuerwehrmannhaueser

In diesen Häusern waren früher die Feuerwehrmänner untergebracht

016c inselhaus in paguera

Vor Paguera liegen viele kleine Inseln. Hier in der Nähe gibt es auch eine Bucht mit Bioluminiszierenden Effekt

016d chr in paguera

In Paguera ist man auf Tourismus eingerichtet. Jede Menge Unternehmen, die Bootstouren, Bootsverleih, Tauchen und anderes anbieten

016e gelbe baueme in san german

San German im Südwesten von Puerto Rico hat auch einen sehr schönen Stadtkern mit Häuserfassaden verschiedener Stilrichtungen

016f kirche in san german

016g laterne mit gelbem baum

016h am kirchplatz in san german

016i balkone

016j blumen am balkon

016k plaza francisco mariano quinones  in san german

Die Plaza Francisco Mariano Quinones in San German

016l bueste m gelbem baum

016m spanish colonial style ehem alcaldia

Früheres Gemeindeamt im spanischen Kolonialstil erbaut

016n plaza francisco von onben

016o allee mit bambus

Was bei uns die Pappeln, ist hier der Bambus

016p haus in cabo rojo

Häuser im Zentrum von Cabo Rojo

016q chr m blick auf insel

Kleine Pause. Hier geht der Blick nach Westen

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Zentraler Platz im Zentrum von Mayagüez, einer größeren Stadt an der Westküste von Puerto Rico

016s columbus

Das ist natürlich einmal wieder Columbus, der die Weltkugel mit Füßen tritt

 

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Auf dem Weg zu den Caves kommen wir am Guajataca Staudamm vorbei.

Im Uhrzeigersinn rund um Puerto Rico, 1. Tag

Sonntag, 15. April 2012, mit dem Auto von Fajardo nach Ponce, 104 Meilen

Um 6 stehen wir auf, um halb 8 sitzen wir im Auto. Da es in der ganzen Nacht mit um die 30 Knoten geblasen hat und es auch in der Früh noch ordentlich kachelt, schaue ich vor der Abfahrt alle Leinen noch mal an und muss tatsächlich die Kopfleinen noch mit Schamfilschutz versehen.

Wir fahren über leere Straßen, teilweise auf gut ausgebauten Highways, teilweise auf wunderschönen Alleen, manchmal kilometerlang an Palmengesäumten Stränden vorbei. Immer muss man auf Schlaglöcher achten, denn die können durchaus einmal 10 cm tief sein, mit scharfer Kante. Wir machen einen Stop in Guayama und Salinas und kommen mittags in Ponce an. Als erstes machen wir uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Im Zentrum, direkt an der Plaza las Delicias, gibt es einige zur Auswahl. Zwei schauen wir uns an, dann entscheiden wir uns für das traditionsreiche Hotel Belgica und sind ganz überrascht, wie günstig wir wegkommen. 88 Dollar incl. Frühstück für das Doppelzimmer. Da hätten wir mit mehr gerechnet. Allerdings besteht das Frühstück am nächsten Morgen auch nur aus Toastbrot und Nutella auf Styroportellern, den Kaffee gibt es aus Pappbechern.

Stadterkundung zu Fuß. Beeindruckend sind die vielen neoklassizistischen Fassaden der Stadtvillen. Am Nachmittag nehmen wir an einer Stadtrundfahrt mit einem Bus teil und gehen später noch zu Fuß die 2,5 km bergrauf zum Castillo Serrallés, einem ehemaligen Herrschaftssitz eines Rumbarons. Dieser enthält heute ein wohl sehr sehenswertes Museum. Für eine Besichtigung sind wir aber etwas spät dran. Am Abend essen wir im Hotel Ramada, dass wir uns mittags schon als Übernachtungsoption angesehen hatten. Interessanterweise gibt es kaum Alternativen fürs Dinner, denn auf Hamburger und Steh-Pizza haben wir heute keine Lust. Wir essen ausnahmsweise einmal Schweinsfilets, und zwar deshalb, weil Schweinefleisch auf Puerto Rico eine große Bedeutung hat und auf spezielle Art und Weise mariniert wird.

Unser Hotelzimmer ist angenehm temperiert zum Schlafen, geht allerdings zur Straße hinaus und dort gibt es eine metallene Baustellenabdeckung, die immer mordsmäßig scheppert, wenn Autos drüberfahren. Da die Häuser hier ja kaum gläserne Fenster haben, sondern nur lose schließende Holzläden, dringt von diesem Lärm ziemlich viel ins Zimmer, was mir nicht viel ausmacht, Christine aber eine fast schlaflose Nacht beschert. Die Befürchtung, dass uns die Mücken auffressen könnten (gerade als wir mittags das Zimmer bezahlt hatten, stellten wir fest, dass wir mehrfach gestochen wurden und nahmen an, dass das bei der Zimmerbesichtigung passiert war), bewahrheitet sich glücklicherweise nicht.

 

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Wir fahren über Highways und kleine Straßen, hier eine schöne Allee auf dem Weg in den Süden

015b palmenstrand im suedosten

In diesem Abschnitt im Südosten der Insel führt die Straße kilometerweit fast unmittlebar am Strand entlang

015c kirche in guayama

Schöner Stadtkern in Guayama mit Kirche und Park

015d baueme in guayama park

015e brunnen im park guayama

015f boote in salinas

Ruhige Ankerplätze vor der Marina in Salinas

015g tomatenfeld

Tomaten, so weit das Auge reicht

015h springbrunnen plaza las delicas ponce

Brunnen am Plaza las Delicas, dem zentralen Platz in der Mitte der Stadt

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Die Kathedrale Nuestra Senora de Guadeloupe kann man nur während der Gottesdienste besichtigen

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Der Löwe ist das Wahrzeichen von Ponce. Rund um den Plaza las Delicas bewacht er in verschiedenen Aufmachungen die Sehenswürdigkeiten.

015k fassade am hauptplatz

015l denkmal am plaza las delicas

015m parque de bombas feuerwehrhaus

Parque de Bombas. Das ehemalige Feuerwehrhaus ist heute ein Museum und laut Reiseführer nach der Festung El Moro in San Juan das meistfotografierte Objekt in Puerto Rico

 

015n feuerwehrauto

015o doppelleuchter mit giebel

015p loewe vor bank

015q sherriffs auf raedern

Polizei auf Rädern

015r tuerme der kathedrale

 

015z haus m moscheeturm

015s goldener loewe

015t kirche u fassade

015u hotel melia  

015x fassade mit balkon

015y baum u bl haus

015z1 hotel belgica

Unser Hotel Belgica liegt mitten im Zentrum und ist nicht einmal so teuer

015z2 chr auf balkon

015z3 kathedrale nuestra senora de guadeloupe

Kathedrale von Ponce in der Abendsonne

015z4 auto mit tigr

015z5 tausend jahre baum

Von diesem tausenjährigen Baum ist leider nicht mehr viel übrig

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Interessante Gräber im Panteon Nacional

015z7 grab im panteon

015z8 grab im panteon

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Castillo Serrallés, früher Wohnsitz eines Rumbarons, heute Museum mit traumhaftem Blick über die Stadt Ponce

 

015z10 castillo serralles

015z11 alcaldia

Die Alcalderia, das Bürgermeisteramt von Ponce